Backup-Strategien: Wo Daten sicher lagern
Kopierschutz-Mechanismen verhindern Sicherheitskopien
Während Backups bei Festplatten und Flashkarten mit der passenden Klonsoftware oder schlicht per Copy & Paste reibungslos funktionieren, verhindern Kopierschutzmechanismen das bei vielen Audio- und Spiele-CDs inzwischen leider recht effektiv. Und die daraus resultieren Möglichkeiten sind auch wenig verlockend: Entweder greift man zum illegalen Kopiertool beziehungsweise Crack, um die Daten doch noch zu sichern, oder verlässt sich darauf, dass der Datenträger "durchhält".
Das kann gut gehen oder wie im Fall des deutschen Musikarchivs auch gründlich fehlschlagen. Seit 1983 wird dort jeweils ein Exemplar von jeder hierzulande erschienenen Audio-CD katalogisiert. Allerdings sind mittlerweile etwa 200 der in den ersten drei Jahren aufgenommenen CDs unlesbar. Das ist zweifellos nur ein winziger Bruchteil des gesamten Bestands, zeigt aber deutlich, dass selbst gepresste CDs nicht für die Ewigkeit bestimmt sind - für die 200 Karteileichen endete sie bereits nach 25 Jahren.
CDs und DVDs
Egal, welches Speichermedium man wählt, ein ideales und besonders empfehlenswertes gibt es dabei nicht. CD, DVD, Festplatte und USB-Stick haben jeweils individuelle Vor- und Nachteile. Zu ihrer Lebenserwartung befragt tun sich die meisten Hersteller allerdings schwer und müssen sich stattdessen mit Schätzungen behelfen. Diese attestieren beschreibbaren CDs und DVDs eine Lebenserwartung, die recht unscharf umrissen zwischen 5 und 30 Jahren rangiert. Das große Intervall rührt allerdings daher, dass viele Parameter die Lebenszeit eines Rohlings beeinflussen. Letztlich entscheiden vor allem die Medien- und die Brennqualität sowie die Lagerung darüber, wie lange eine CD oder DVD lesbar bleibt.
Zuverlässiger: Markenprodukte statt Billigmedien
Beim Rohlings-Kauf sollte man daher ausschließlich zu Markenprodukten greifen, wie sie beispielsweise Hersteller wie Philips, Ricoh, Sony oder Verbatim herstellen. Sie fertigen ihre Medien in eigenen Produktionsstätten und halten dabei strenge Qualitätsstandards ein. Wer Daten nur für den Transport von A nach B auf CD oder DVD brennen will, kann dafür auch zu Billig-Angeboten unbekannter Hersteller greifen. Große Erwartungen an die Langlebigkeit darf man dabei nicht haben - von guter Ware bis Medienschrott kann hier alles dabei sein.
Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Zum Beispiel erfreut sich eine vom Autor vor rund zehn Jahren gebrannte No-Name-CD nach wie vor bester Gesundheit. Während des gleichen Zeitraums erwiesen sich dagegen schon zahlreiche Markenprodukte als unzuverlässig, darunter auch viele, deren Labelseite beschriftet wurde. Der Farbstoff von ausgewiesenen CD-Markern kann chemische Prozesse auslösen, welche die Deckschicht angreifen und Daten damit unlesbar machen.

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