Probleme beim Verkauf der freien Apple-Handys
Entsperrtes iPhone: T-Mobile überfordert?
Nach der Einstweiligen Verfügung durch Vodafone muss T-Mobile seit letztem Mittwoch auch iPhones ohne Vertrag und SIM-Sperre anbieten. In der Praxis scheint dies jedoch nur selten zu klappen. Kunden berichten von ahnungslosen Verkäufern und technischen Problemen.
Das Magazin "Spiegel Online" berichtet von enttäuschten Kunden, die von schlecht informierten Verkäufern falsch beraten wurden. So hieß es beispielsweise, dass das iPhone erst ab Januar ohne Vertrag erhältlich sei. Das ist falsch, laut der Einstweiligen Verfügung des Landgerichtes Hamburg muss das iPhone bereits seit Mittwoch für jeden zu kaufen sein.
"Man kann das iPhone nicht entsperren"
Ein anderer Kunde wurde in München vom Personal ebenfalls abgewiesen. Er bekam gar zu hören: "Man kann das iPhone nicht entsperren." Auch die Entsperrung selbst steht zurzeit in der Kritik. Apple nimmt dies selbst vor. Der Vorgang kann Berichten zufolge bis zu 48 Stunden dauern.
Streitpunkt iPhone
T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow gab die Missstände gegenüber Spiegel Online zu, bat aber um Verständnis: "Da sind uns quasi über Nacht Prozesse aufgezwungen worden, die man normalerweise monatelang vorbereiten und testen würde. Dass es dabei zu Problemen kommen kann, ist leider unvermeidlich." Wie lange T-Mobile die entsperrten Telefone noch anbieten muss, entscheidet sich womöglich am Donnerstag, wenn die mündliche Verhandlung ansteht.
iPhone funktioniert nicht im Ausland
Durch die neue, unerwartete Netzfreiheit der iPhones wurde jetzt ein neues Problem offenkundig. Denn das begehrte Mobiltelefon funktioniert nicht mit SIM-Karten aus jedem Land. Da Apple das Handy nur für bestimmte nationale Märkte vorgesehen hat, fehlen dem iPhone die Kennungen von einigen ausländischen Netzen. Dies kann nur durch einen Software-Hack umgangen werden. Also genau durch das, was ehrliche Käufer des 999-Euro-Telefons eigentlich vermeiden wollten.

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