Angespielt: The Witcher (mit Gewinnspiel)
Auf Brautschau im Fantasyland
Von Dämonen und Banditen gefürchtet, hat der "Weiße Wolf", wie er aufgrund seiner friedhof-blonden Zotteln auch genannt wird, bei den Damen einen guten Stand. Von Zeit zu Zeit schleppt Geralt Frauen ab und sammelt als Erinnerung Nacktbilder seiner Eroberungen. Ihn als Sunnyboy oder Strahlemann zu bezeichnen, würde jedoch jeder Wahrheit spotten. Geralt ist kein heiterer Hexer, kein Kumpeltyp, der sich selbstlos in die Dienste seiner Mitmenschen stellt. "The Witcher" lässt moralischen Ermessenspielraum, sodass es Hobbyhelden oft frei steht, Charakteren in misslichen Situationen beizustehen oder eben nicht. Bestimmte Entscheidungen können den Fortgang wie auch den Ausgang der zentralen Geschichte, die in unterschiedliche Enden mündet, verändern.
Grafisch umgesetzt wurde die raue, passimistische Fantasywelt mit der aus "Neverwinter Nights 2" bekannten Aurora-Engine. Geralts Marsch durch Städte, Höhlen und Landschaften wird regelmäßig durch Ladeunterbrechungen gestoppt, was zu Lasten der Atmosphäre geht, durch wunderbare Schauplätze und dynamische Tageszeiten samt Wetterwechsel jedoch wett gemacht wird. Anders als die nicht immer glänzende deutsche Sprachausgabe punktet die schöne Hintergrundmusik durchweg.
Fazit: Ungemein atmosphärisches 3D-Rollenspiel, das dem Zeitgeist eine couragierte Absage erteilt. Die Sammelrate ist niedrig, die Klischeekiste nicht sperrangelweit offen und das Kampfsystem mehr als der x-te Hack&Slay-Aufguss. Wenn nur die vielen Abstürze nicht wären.
Gewinnspiel: Wie wird der Hexer Geralt noch genannt?
A: Brauner Bär
B: Weißer Wolf
C: Lila Lurch
Haben Sie die Lösung herausgefunden, schicken Sie diese einfach mit dem Betreff "Witcher-Gewinnspiel" und dem Lösungsbuchstaben A, B, oder C an redaktion(at)netzwelt.de. Einsendeschluss ist der 15. Dezember, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und Mitarbeiter nehmen nicht an der Verlosung teil. In diesem Sinne: Viel Erfolg!

