Anfang Dezember letzte Umstellungen für 2007
DVB-T: Digitales Fernsehen im Süden und Südwesten
Weite Regionen im Süden und Südwesten Deutschlands werden ab sofort mit digitalen TV-Programmen über die Hausantenne versorgt. In Schwaben, Landshut und Teilen Altbayerns sowie weiteren Gebieten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz senden seit der vergangenen Nacht jedoch ausschließlich öffentlich-rechtliche TV-Programme.
Bayern sieht digital fern
Zunächst stellen wir die neu hinzugekommenen DVB-T Standorte im Freistaat Bayern vor. Im Detail wurden die Sendeanlagen Grünten, Augsburg/Welden, Hohenpeissenberg, Pfaffenhofen und Landshut/Niederbayern umgestellt. Zu empfangen sind in digitaler Qualität Das Erste, Phoenix, arte, EinsPlus, ZDF, 3sat, KiKa/ZDFdokukanal, ZDFinfokanal, Bayerisches Fernsehen, BR Alpha und SWR Fernsehen. Zuschauer im Versorgungsgebiet der Fernsehfüllsender Gelbelsee, Gungolding und Altmannstein empfangen ihre Programme vorerst weiterhin analog.
Wie angekündigt wurden auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am 27. November mehrere Standorte auf die digitale Übertragungstechnik umgestellt. Betroffen sind die Sender Ulm, Ravensburg, Raichberg und Donaueschingen. Seit 5.00 Uhr werden insgesamt 13 öffentlich-rechtliche Programme ausgestrahlt, bereits am 4. Dezember folgen Baden-Baden (Fremersberg), Donnersberg, Kettrichhof und Weinbiet (Neustadt an der Weinstraße).
Bis 2009 sollen nach bisherigen Planungen mehr als 90 Prozent der Haushalte im Süden und Südwesten Deutschlands mit dem digitalen Antennenfernsehen versorgt sein.
Mehr Leistung im hohen Norden
Aber auch in Norddeutschland wird die Versorgung verbessert. Vor kurzem wurde der zusätzliche Sender Lüneburg/Steinhöhe (Bilmer Strauch) in Betrieb genommen. Im Gegenzug wurde der nun überflüssige Füllsender Lüneburg-Kaltenmoor abgeschaltet. Der mobile Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme hat sich somit im Großraum Lüneburg deutlich verbessert. Allerdings müssen alle betroffenen Haushalte einen Sendersuchlauf durchführen, da sich die Frequenzen für alle Pakete geändert haben. In Kiel wurde die Sendeleistung für die Bouquets von ARD und NDR von 20 kW auf 50 kW mehr als verdoppelt.


Die Umstellung auf digitales Antennenfernsehen (DVB-T) schreitet voran. Doch das "Überallfernsehen" zeigt nicht überall die gleichen Sender. Netzwelt weiß, welche Sender Sie wo empfangen können.
Das digitale terrestrische Fernsehen ist weiter auf dem Vormarsch. In den letzten Wochen wurden zahlreiche Regionen an das digitale Netz angeschlossen, weitere sollen noch vor Jahresfrist folgen. Eine bessere Bild- und Tonqualität und vor allem mehr Auswahl bei den TV-Programmen versprechen die Initiatoren, auch wenn die Vielfalt in der Regel nur öffentlich-rechtliche Kost bedeutet.
Der sukzessive Ausbau des digitalen Antennenfernsehens geht noch in diesem Jahr weiter. Ab dem heutigen Montag wird Südwestfalen mit DVB-T-Programmen versorgt. Bereits Ende November folgt der Großraum Aachen, Mitte Dezember wird das digitale Antennenfernsehen mit öffentlich-rechtlichen und privaten Programmen im Saarland an den Start gehen. Grund genug für netzwelt, sich mit dem Chef der Landesmedienanstalt Saarland, Dr. Gerd Bauer, über den Digital-Boom zu unterhalten.
Die digitale Übertragungstechnik spielt nicht nur beim Kabel- und Satellitenempfang eine immer größere Rolle, auch die TV-Programme über die Hausantenne werden sukzessive umgestellt. In dieser Wochen waren weitere Regionen im Südwesten des Landes an der Reihe. Deutlich mehr Sender in besserer Qualität gibt es in wenigen Tagen auch im Saarland.
Das Jahr 2007 brachte Haushalten in vielen Regionen Deutschlands eine bessere Versorgung mit digitalen TV-Programmen. Das Schlagwort DVB-T spielte in den letzten zwölf Monaten in Mitteldeutschland, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Bayern eine entscheidende Rolle. Während Nordrhein-Westfalen inzwischen nahezu komplett abgedeckt ist, sind für das nächste Jahr zahlreiche Lückenschließungen geplant.




