Anfang Dezember letzte Umstellungen für 2007
DVB-T: Digitales Fernsehen im Süden und Südwesten
Stefan Hagedorn
Weite Regionen im Süden und Südwesten Deutschlands werden ab sofort mit digitalen TV-Programmen über die Hausantenne versorgt. In Schwaben, Landshut und Teilen Altbayerns sowie weiteren Gebieten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz senden seit der vergangenen Nacht jedoch ausschließlich öffentlich-rechtliche TV-Programme.
Bayern sieht digital fern
Zunächst stellen wir die neu hinzugekommenen DVB-T Standorte im Freistaat Bayern vor. Im Detail wurden die Sendeanlagen Grünten, Augsburg/Welden, Hohenpeissenberg, Pfaffenhofen und Landshut/Niederbayern umgestellt. Zu empfangen sind in digitaler Qualität Das Erste, Phoenix, arte, EinsPlus, ZDF, 3sat, KiKa/ZDFdokukanal, ZDFinfokanal, Bayerisches Fernsehen, BR Alpha und SWR Fernsehen. Zuschauer im Versorgungsgebiet der Fernsehfüllsender Gelbelsee, Gungolding und Altmannstein empfangen ihre Programme vorerst weiterhin analog.

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DVB-T Bedeckung in Bayern , Stand 27. November 2007: dunkelgrün = Dachantenne; mittelgrün = Außenantenne; hellgrün = Zimmerantenne (Quelle: dvb-t-bayern.de)
Wie angekündigt wurden auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am 27. November mehrere Standorte auf die digitale Übertragungstechnik umgestellt. Betroffen sind die Sender Ulm, Ravensburg, Raichberg und Donaueschingen. Seit 5.00 Uhr werden insgesamt 13 öffentlich-rechtliche Programme ausgestrahlt, bereits am 4. Dezember folgen Baden-Baden (Fremersberg), Donnersberg, Kettrichhof und Weinbiet (Neustadt an der Weinstraße).
Bis 2009 sollen nach bisherigen Planungen mehr als 90 Prozent der Haushalte im Süden und Südwesten Deutschlands mit dem digitalen Antennenfernsehen versorgt sein.
Mehr Leistung im hohen Norden
Aber auch in Norddeutschland wird die Versorgung verbessert. Vor kurzem wurde der zusätzliche Sender Lüneburg/Steinhöhe (Bilmer Strauch) in Betrieb genommen. Im Gegenzug wurde der nun überflüssige Füllsender Lüneburg-Kaltenmoor abgeschaltet. Der mobile Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme hat sich somit im Großraum Lüneburg deutlich verbessert. Allerdings müssen alle betroffenen Haushalte einen Sendersuchlauf durchführen, da sich die Frequenzen für alle Pakete geändert haben. In Kiel wurde die Sendeleistung für die Bouquets von ARD und NDR von 20 kW auf 50 kW mehr als verdoppelt.
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