Komisches Porträt der Situation Südosteuropas

Kurzfilm: Wenn die Lichter ausgehen

Alles begann mit einer Wette. Kann man eine Glühbirne in den Mund stecken und sie wieder herausbekommen, ohne sie zu zerbrechen? In Moldawien, einem Land wo die Armut herrscht, sind ein paar scheinbar leicht verdiente Dollar sehr willkommen. Das ulkige Experiment entwickelt sich zu einem ansteckenden Massenphänomen.

Glübirne
Hundert Dollar wirken zu verlockend, um einfach aufzugeben.

Ein Proberaum, der Sänger rappt: "Das Leben stinkt, dennoch liebe ich dieses Land". Kurz darauf brennt die Glühbirne durch und setzt eine Geschichte in Gang, die zwischen Running Gag und einem augenzwinkernden Seitenhieb auf die maroden Zustände in Südosteuropa pendelt. Dort, wo der bescheidene Wohlstand vom Dollarkurs abhängig ist.

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Einhundert Dollar, wenn er die durchgebrannte Glühbirne des Proberaums wieder heil aus seinem Mund herausbekommt. Das Angebot des Sängers ist zu verlockend für den Bassisten der Band, er willigt ein und scheitert.

Da kommt es wie ein tragikomischer Zufall, dass der Dollarkurs ausgerechnet jetzt durch die Decke geht. Das eigene Geld verfällt. Die hundert Dollar Wetteinsatz werden hingegen immer verlockender und üben einen verhängnisvollen Sog aus, der auch vor chirurgischer Brutalität nicht Halt macht.

Regisseur Igor Cobileanski stammt selbst aus Moldawien und arbeitet seit 1999 als Filmemacher. Der Kurzfilm "cind se stinge lumina", so der Originaltitel, wurde vom Kulturministerium Rumäniens gefördert.

Steckbrief
Regisseur: unbekannt Sprache: Rumänisch mit Untertitel
Auflösung: 480x360 Laufzeit: 08:15 Minuten
Format: Flash Anschauen: Wenn die Lichter ausgehen

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