Staatliches Programm gegen Musik- und Filmpiraten

Filesharing: Frankreich sagt Filesharern den Kampf an

Auf die Filesharer in Frankreich kommen harte Zeiten zu. Die Regierung will zusammen mit den Internetprovidern und der Musik- und Filmindustrie gegen illegale Downloads vorgehen. Mit einer eigenen neuen Behörde sollen die Internetnutzer überwacht werden. Wer lädt, riskiert seinen Internetanschluss.

Nicolas Sarkozy
Nicolas Sarkozy will Filesharing bekämpfen - und damit die Kultur retten (Foto: Guillaume Paumier).

In Zukunft sollen die Provider ihren Kunden genau auf die Finger schauen. Wer viel Traffic verursacht, macht sich verdächtig. Solche Anschlüsse werden von der neu entstehenden Aufsichtsbehörde überwacht. Tauscht der Bürger tatsächlich urheberrechtlich geschützte Inhalte, bekommt er eine Verwarnung per E-Mail.

Wer tauscht, verliert seinen Anschluss

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Wird der Nutzer dreimal erwischt, wird sein Anschluss vom Provider abgeklemmt. So sollen die Anschlussanbieter ihre Kunden auf Zwangsentzug setzen. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy will dem Filesharing im Netz damit einen Riegel vorschieben.

"Wir laufen Gefahr, den Untergang der Kultur mitanzusehen", so Sarkozy bei der Unterzeichnung des Abkommens. "Das Internet darf kein Hightech-Wildwest sein", so der Präsident weiter. Die Musik- und Filmindustrie begrüßt die Initiative ausdrücklich: "Dies ist bislang die wichtigste Einzelaktion um den Kampf gegen Onlinepiraterie zu gewinnen", so John Kennedy von der IFPI, dem Weltverband der Musikindustrie.

Frankreich galt bislang als eher liberales Land im Umgang mit dem Tauschen von geschützten Inhalten. Letztes Jahr wurde in der Grande Nation über eine Kulturflatrate und die Legalisierung des Onlinetauschens diskutiert, nun der drastische Vorstoß in die entgegengesetzte Richtung.

Industrie soll legale Alternativen bieten

Französische Verbraucherverbände kritisieren die Initiative als zu repressiv. Das neue Abkommen gegen Filesharing nimmt jedoch nicht nur die Bürger ins Visier. Auch die Industrie selbst soll ihren Beitrag leisten. So sieht der Vertrag vor, dass neue Filme und Musik schneller legal online verfügbar sein sollen. Zudem müssen die technischen Barrieren, die beispielsweise verhindern, dass manche Mediendateien nicht auf allen Systemen abgespielt werden, abgeschafft werden.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Zitat: Wird der Nutzer dreimal erwischt, wird sein Anschluss vom Provider abgeklemmt. So sollen die Anschlussanbieter ihre Kunden auf Zwangsentzug setzen. So kommen dann...

So ,so ,da hat die ach so unter finanziellen Engpässen stehende Industrie sich mal eben einen Präsidenten gekauft. Was der wohl gekostet hat ??

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