Gas tut Not - Need for Speed: ProStreet im Test
...den ersten Gang einlegen,...
Der Bremsweg ist dann ebenfalls entsprechend lang. Die Fahrzeuge lassen sich je nach Fabrikat einfacher oder schwerer lenken. Die Unterschiede sind dabei sehr gut auszumachen und erfordern sehr viel Geschick und Training. Das aus den NFS-Vorgängern bekannte Motto: "Wer bremst, verliert" ist hier nutzlos.
Atmosphärisch legt das Spiel im Vergleich zu seinen Vorgängern wieder einen Gang zu: Die Akustik ist grandios, fährt man einen Mazda RX8 und eine Dodge Viper schiebt sich auf Reifenhöhe, so ist nur noch das Röhren der Metallschlange zu hören - für so manche Spieler dürften die fetten Motorensounds den ans Ohr dringenden Engelschören gleichen. Wirklich jedes Auto hat seinen eigenen Sound und das lässt jedes Rennfahrerherz höher schlagen.
Grafisch hingegen macht das Spiel nur einen kleinen Fortschritt. Auf dem PC sehen die Autos und die Crashs zwar ganz gut aus, aber dennoch irgendwie kantig - und zwar nicht nur nach Unfällen. Auch die verschiedenen Rennstrecken hätten etwas belebter sein können. Dafür überzeugen die Darstellungen bei staubigen Straßen oder Schotter. Streckenweise können Sie dann durch den aufgewirbelten Schmutz gar nichts mehr sehen, wirklichkeitsgetreues Renn- und Geschwindigkeitsgefühl kommt in solchen Situationen auf.

...und voll gegen die Wand.
EAs Neuauflage ist eine tolle Rennsimulation für alle, die auf realistische Fahrphysik stehen. Ein klasse Sound, das nett anzusehende Schadensmodell und eine gute KI der vom Computer gesteuerten Fahrer runden diesen Eindruck ab. Leider werden die Renn-Modi recht schnell eintönig und der Spielspaß leidet sehr darunter. Spieler, denen die intuitive Steuerung der Vorgänger besser von der Hand ging, werden erst einiges an Praxis brauchen, um ihren Rennwagen zähmen zu können.

Links zum Thema
- Offizielle Website zum Spiel
- Offizielle Hersteller Website
- Kurztest: Need for Speed Underground
- Revolution: Apple ipod Touch im Test
