Krisengipfel im Grafikparadies

Spieletest: Crysis

Mit einem nächtlichen Fallschirmsprung über einer tropischen Insel beginnt das Abenteuer. Und am Boden angekommen, stellt sich dieselbe Frage, die seinerzeit auch einen gewissen Jack Carver umtrieb: Schnell noch eine Postkarte schreiben oder besser gleich das Testament? Denn wie "Far Cry" pendelt auch "Crysis" geschickt zwischen Himmel und Hölle.

Spieletest: Crysis
Und weg waren die Waffen: Dieser Bug kann nur Unionspolitikern und Pazifisten gefallen, Killerspieler kriegen die Krise.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Es grünt so grün, es blutet so rot
  2. 2Alienhäute und High-Tech-Anzüge
  3. 3Der Schwan unter den Shootern
  4. 4Trilogie einer Krise
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Es grünt so grün, es blutet so rot

Einerseits Verzückung, weil sich die aufgehende Sonne auf dem Meer gülden bricht, klares Wasser den weißen Strand bespült, saftiges Grün im Wind wiegt, exotische Vögel den Morgen besingen. Doch nur einen Kokosnusswurf entfernt Männer, die in ihren Uniformen wenig Gastfreundschaft ausstrahlen. Es handelt sich um Soldaten der nordkoreanischen Volksarmee, grimmige Gesellen, die sogar harmlose Rucksacktouristen über den Haufen schießen würden. Wie viel weniger Überwindung muss es sie kosten, auf amerikanische Agenten zu feuern? Doch der Reihe nach.

Auf den Philippinen wird eine Gruppe amerikanischer Archäologen vermisst. In einem letzten Funkspruch meldet der wissenschaftliche Leiter die Besetzung der abgelegenen Insel durch nordkoreanische Truppen. Während der Krisenstab im Westen spekuliert, ob der Grabungsfund Anlass der Invasion gewesen sei, macht sich ein amerikanisches Sonderkommando an die Befreiung der Geiseln. Als das Team, dem auch der Spieler angehört, nach der Ankunft auf der Insel die ersten grausigen Verluste erleidet, dämmert den Überlebenden, dass sie es nicht nur mit einem irdischen Feind zu tun haben.

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