Blutrausch: Unreal Tournament III im Test

Immer diese Primärknoten

Nostalgiker kommen ebenfalls nicht zu kurz. Wem die älteren Maps ans Herz gewachsen sind, der kann sich beispielsweise auf dem überarbeiteten "Deck 13" ein Duell liefern. Doch nicht nur die Maps haben eine Frischzellenkur bekommen. Neben den neuen Locations wartet das Spiel zusätzlich mit neuen Fahrzeugen auf. Dabei kommen Ihnen streckenweise ziemlich mächtige Maschinen entgegen, die alles in Grund und Boden stampfen. Steht Ihnen beispielsweise ein "Darkwalker" auf seinen drei Tentakeln gegenüber, kann man nur hoffen, dass man eine starke Waffe hat. Ein Schuss des massigen Giganten und Sie sind nämlich tot.

unreal tournament 3
Werbung

Lustig und eigentlich schon längst überfällig ist das Hoverboard. Ganz im Stile von "Zurück in die Zukunft" gleitet man dann mit Leichtigkeit über das Schlachtfeld. Der Spielspaß wird dabei leider etwas gestört, da man während der Fahrt keine Waffe einsetzen kann. Somit nutzt man das Vehikel nur, um von A nach B zu kommen. Spaß macht die wilde Hatz aber trotzdem.

Optisch und spielerisch konnte "UT 3" bereits überzeugen, der Sound hinterlässt hingegen ein lachendes und ein weinendes Ohr. So sind Musik und Effekt-Sounds sehr überzeugend und passend eingesetzt. Die Waffensamples hören sich bombastisch vertont und authentisch an. Die deutsche Sprachausgabe ist dagegen eine einzige Lachnummer. Die Synchronsprecher legen die Betonungen öfters falsch und hört sich nicht wirklich überzeugend hören an. Nervtötend sind beispielsweise die ständigen Einwürfe beim "Capture the Flag"-Spiel. Die eigentlich nett klingende Stimme im Hintergrund verkündet jede Sekunde "Flagge aufgenommen", "Flagge verloren" oder "Der Primärknoten wird angegriffen" und "der Primärknoten ist gesichert". Das ist nicht informativ, sondern belästigend.

Fazit: Action pur

"Unreal Tournament III" ist ein grandioser Multiplayer-Titel, der nahtlos an den vorangegangenen Erfolg anknüpfen kann. Das Spiel bietet zwar keine weltbewegenden Neuerungen, dafür setzt die Grafik hohe Maßstäbe. Wer die nötigen Gigabytes im Rechner hat, kann diesem Genuss ohne Einbußen frönen. Schade ist lediglich, dass der Einzelspieler-Modus so stiefmütterlich behandelt wurde. Hier hätte man durchaus mehr machen können als eine simple Aneinanderreihung der einzelnen Modi. Die schlechte Synchronisation sollte man ebenfalls dringend überdenken.

wertung
Forum

Eigenen Kommentar schreiben