Ein E-Book-Reader soll die Lese-Welt verändern
Gadget Globus: Amazons Kindle
Internet & Netzwelt
"Ein Buch zu Weihnachten? Wieso, ich habe doch schon eins." Wer allerdings Besitzer dieses Buches von Amazon ist, benötigt tatsächlich niemals wieder ein neues. Denn das auf den Namen Kindle getaufte Gadget ist der erste ernstgemeinte Versuch eines E-Book-Readers, der dank ausgeklügelter Technik und gefälliger Optik Aussichten auf Erfolg hat.
Der letzten Bastion der analogen Welt geht es an den Kragen. Das Online-Warenhaus Amazon, selbst mit dem Verkauf klassischer Bücher groß geworden, bietet in den USA ab sofort den E-Book-Reader Kindle an, Kostenpunkt 399 US-Dollar. Futter in Form von elektronischen Büchern gibt es in der Regel für 9,99 Dollar, einem Einheitspreis ähnlich dem der großen Online-Musikdienste.

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Amazon Kindle: Revolution oder Nischenprodukt?
(Klick vergrößert.)
Sparsame, elektronische Tinte
Selbst Zeitungs-Ausgaben, darunter zum Beispiel auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung, können im Abo täglich auf dem Display von Kindle erscheinen. Und dieses unterscheidet sich von traditionellen Anzeigen. Das elektronische Papier mit einer Diagonalen von etwa 15 Zentimetern und einer Auflösung von 600 x 800 Pixeln bietet enorme Kontrastwerte, die kaum einen Unterschied zwischen gedruckten Ausgaben von Büchern und Zeitschriften erkennen lassen.
Zudem sind E-Paper äußerst sparsam. Amazon spricht beim Kindle von einer Laufzeit von bis zu drei Tagen. Ein weiterer Punkt in der Ausstattungsliste lässt aufhorchen: Kindle benötigt keinen Computer. Die Inhalte werden auch nicht per WLAN (obwohl eine Schnittstelle vorhanden ist), sondern über Mobilfunk übertragen. Whispernet nennt Amazon dieses Verfahren, das vom amerikanischen Provider Sprint unterstützt und von Amazon bezahlt wird. Die Suche nach dem nächsten Hotspot entfällt somit; zusätzliche Kosten für den Datenverkehr fallen ebenfalls nicht an.
Amazon Kindle
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