Kurzschlüsse: Die zehn häufigsten Stromsparmythen
Mythos 8: "Der Stromverbauch steht auf den meisten Geräten drauf"
Viele Geräte haben kleine Aufkleber auf der Rückseite, wo Betriebsspannung und die maximale Leistungsaufnahme beschrieben sind. Dies drückt jedoch nicht den tatsächlichen Stromverbrauch aus, sondern eher den maximalen Verbrauch. Viele Geräte wie Computer verbrauchen im Schnitt deutlich weniger als diesen Wert, der auf dem Etikett steht. Zur zuverlässigen Verbrauchsmessung sollte deshalb ein Strommessgerät herhalten.
Fazit: Die Angaben auf den Geräten eignen sich höchstens als grobe Anhaltspunkte.
Mythos 9: "Ökostrom ist teurer als normaler Strom"
Das stimmt nicht - oder nur teilweise. Mittlerweile gibt es viele Ökotarife, die mit den Preisen der normalen Anbieter mithalten können. Wer nicht zwangsläufig maximal viel sparen will, sondern auch an die Umwelt denken möchte, der kann mit einem Ökostromanbieter glücklich werden.
Langfristiger Vorteil für alle: Je mehr der Ökostrom nachgefragt wird, desto stärker wird dort investiert, was langfristig mehr Unabhängigkeit von Öl und Atomstrom bringt. Momentan macht Ökostrom nur etwa drei Prozent des gesamten Stromanteils aus.
Fazit: Die Preise für Rohstoffe und konventionelle Energie werden immer weiter steigen. Höchste Zeit, die Alternativen zu fördern.

Mythos 10: "Den Anbieter wechseln ist kompliziert"
Im Gegenteil, den Anbieter zu wechseln ist kinderleicht. Je nach Anbieter reicht ein Anruf, eine Postkarte oder ein Mausklick. Der neue Anbieter wird sich daraufhin melden und alles weitere in die Wege leiten. Angst vor Risiken muss der Kunde dabei nicht haben. Geht der neue Anbieter pleite oder kündigt man den neuen Vertrag, nimmt der lokale Versorger den Kunden wieder auf.
Verbraucherschützer warnen allerdings vor Festpreisangeboten, bei denen man ein bestimmtes Kontingent im Voraus bezahlt. Dies lohnt sich nur, wenn man den bezahlten Betrag exakt trifft. Verbraucht man weniger, ist das Geld trotzdem weg, verbraucht man mehr, wird mit sehr teuren Tarifen nachgezahlt.






