Kurzschlüsse: Die zehn häufigsten Stromsparmythen

Mythos 5: "Ich muss auf Komfort verzichten, wenn ich sparen will"

Das stimmt nicht. Viele Angewohnheiten, die den Stromverbrauch in die Höhe treiben, haben mit Komfort nichts zu tun. Steht der Kühlschrank direkt neben dem Herd? Laufen Spül- und Waschmaschine auch nur dann, wenn sie richtig vollgeladen sind? Nutze ich einen Wasserkocher, statt das Wasser auf dem Herd zum kochen zu bringen? Brennt irgendwo Licht im Haus, wo sich niemand aufhält?

Erforschen Sie Ihren Haushalt: Läuft das Warmwasser über einen Durchlauferhitzer oder gar einen elektrischen Warmwasserspeicher? Dann zahlen Sie den größten Teil der Stromrechnung für warmes Wasser. Seien Sie sich dessen bewusst. Ist der Kühlschrank deutlich kälter als nötig? Wird die Kühltruhe im Keller wirklich gebraucht? Generell gilt: Wärme aus Strom ist immer eine teure Angelegenheit. Heizlüfter, Radiatoren und Co. sollten aus dem Haus verbannt werden.

Fazit: Man kann auch ohne Komfortverlust viel Energie sparen. Wer wirklich konsequent sein will, kommt aber kaum daran vorbei, sein Verhalten in manchen Bereichen zu ändern oder zumindest zu hinterfragen.

Mythos 6: "Netzteile und Ladegeräte verbrauchen nichts, wenn kein Gerät angeschlossen ist"

Das ist falsch. Solche Klein-Transformatoren verbrauchen auch dann ein wenig Strom, wenn das Handy oder der Laptop nicht angeschlossen sind. Aber: Der Verbrauch ist beinahe vernachlässigbar gering und kaum messbar. Sorgen Sie sich lieber um die großen Stromfresser im Haushalt.

Fazit: Netzteile und Ladegeräte verbrauchen immer etwas Strom, tragen aber kaum zu überhöhten Rechnungen bei.

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Ladegeräte und Netzteile sind heimliche Dauerverbraucher - in Maßen.
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Mythos 7: "Energiesparlampen sind teuer"

Im direkten Vergleich per Preisschild wirken Energiesparlampen wie purer Öko-Luxus. So kann eine solche Birne das Fünffache einer Glühlampe kosten. Sie lohnen sich aber gleich doppelt: Sparlampen verbrauchen bei gleicher Helligkeit nur etwa ein Fünftel einer normalen Birne. Zudem halten sie deutlich länger als konventionelle Birnen.

Eine 75-Watt-Lampe kostet 25 Euro im Jahr, wenn sie täglich fünf Stunden brennt. Bei einer Energiesparbirne sind es nur fünf Euro. Schon nach kurzer Zeit hat sich die vermeintlich teurere Lampe amortisiert. Zwei Nachteile haben die Sparlampen: Sie brauchen einige Minuten, bis sie ihre volle Helligkeit erreicht haben und sie reagieren empfindlich, wenn sie häufig ein- und ausgeschaltet werden. Das verkürzt ihre Lebensdauer. Für die Kellertreppe und andere Bereiche, wo nur gelegentlich kurz Licht gebraucht wird, kann eine normale Birne sinnvoller sein.

Fazit: Stromsparlampen lohnen sich schon nach wenigen Monaten.

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