Fabidoo: Gipsfiguren aus dem 3D-Drucker
Erfahrungsschatz für die Community
Der Community-Gedanke war den Gründern wichtig, wie Jens Rusitschka gegenüber netzwelt sagt: "Für uns ist sehr früh die Entscheidung gefallen das Erlebnis des Kaufs attraktiv zu gestalten. In unserer Community ist es möglich, sich gegenseitig - nach entsprechender Freigabe - die fabidoos zu verändern. Hierdurch entsteht eine große Vielfalt, ein digitales Graffiti-Erlebnis." Die professionelle Gestaltung der Internetseite kann überzeugen. Kein Wunder, alle vier Gründer haben lange Jahre Berufserfahrung und bringen mit, was man für eine Unternehmensgründung im Web 2.0 braucht.
Michael Himmel war mehrere Jahre bei verschiedenen Unternehmen der Informations- und Kommunikationsbranche tätig, Jens Rusitscha ist diplomierter Medien-Designer. Er brachte Erfahrung in der Web- sowie 3D-Animations-Werbung mit. Steffen Rusitschka war im Bereich Peer-to-Peer-Technologie bei der zentralen Forschungsabteilung der Siemens AG beschäftigt und der vierte im Bunde, Marc Schlichte, war vorher als Software-Architekt in verschiedenen Bereichen unterwegs.

Die Funktion folgt der Form
Die erste Idee für fabidoo entstand aus der Faszination für 3D-Drucker, denn mit denen werden aus den Computer-Daten die fabidoos zum Leben erweckt. Wie Jens Rusitschka erzählt, entstand zuerst die Idee der Produktion mit den 3D-Druckern und dann entstand das Konzept der fabidoos: "In zahllosen gemeinsamen Sitzungen haben wir uns das Konzept unserer Web-Seite überlegt, um Internet-Usern ein einfaches Gestalten in 3D von druckfähigen Figuren zu ermöglichen. Als Produkt kam uns die Idee von fabidoos zum Anhängen: Ein modernes Accessoire, von jedem selbst gestaltet." Sein Kollege Michael Himmel ergänzt: "Wir stellten uns vor, dass viele Menschen die neue Faszination des 3D-Druckens oder Rapid-Manufacturing im Internet erleben sollten."
Von diesem Herstellungsverfahren leitet sich auch der Name fabidoo ab. Der Begriff Fabber steht im englischen kurz für digital fabricator, also allgemein ein Gerät, das dreidimensionale Gegenstände aus digitalen Daten erzeugt. Und genau das macht der 3D-Drucker, mit dem die fabidoos im Münchner Büro hergestellt werden. Die Figuren werden dabei schichtweise gedruckt, ähnlich wie bei einem herkömmlichen Drucker.

Sagen Sie Ihre Meinung!