Ein Hochgenuss für Ästheten

Xbox 360: Assassin's Creed im Test

Wir folgen einem Mann in einem weißen Gewand. Weiß, die Farbe der Unschuld. Doch schnell wird klar, dass Auftragskiller Altair alles andere als unschuldig ist. Die Spannung ist greifbar und kaum hat man Luft geholt, geht alles blitzschnell. Drei Männer sinken tödlich getroffen zu Boden, im Hintergrund erklingen schwermütig die Kirchenglocken. Eine Hinrichtung hat stattgefunden. Nur sind es diesmal auch die Henker, die ihr Leben lassen müssen - Altairs Werk ist vollbracht. So einen eleganten und faszinierenden Charakter gab es schon lange nicht mehr. Ubisoft hat einen Actiontitel der Extraklasse versprochen - hier ist er.

?
?



Assassin's Creed: Brotherhood - Respecting Others' Feelings Trailer: Zwei Spieler beim Psychiater. Der eine hat gerade den anderen im Multiplayer-Modus von Assassin's Creed: Brotherhood ermordet. Und anschließend hat er seine Tat noch mit einer perversen Geste untermauert. Nun sitzen sie beim Psychiater. Und sollen über ihre Gefühle reden ... Assassin's Creed: Brotherhood ist für den PC, die Xbox 360 und die PlayStation 3 erschienen. Zum Video: Assassin's Creed: Brotherhood - Respecting Others' Feelings Trailer

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Steuerung mit Stil und Finesse
  2. 2Keine Pause für müde Spieler
  3. 3Klassisch unschlagbar
  4. 4Fazit: Ohne Worte

Es ist die Zeit der Kreuzritter und wir befinden uns im Heiligen Land des Jahres 1191. Die Geschichte ist an historischen Ereignissen angelehnt und erzählt vom Leben des Assassine Altair, der eine Art Auftragskiller ist. Altair gehört einem sehr gefährlichen, geheimen Kriegerorden an und ist ein berechnender Meuchelmörder, der alle seine Gegner mit List und Tücke zur Stecke bringt. Ihn bewegt allerdings noch eine andere Sache. Er will den Konflikt zwischen den Kreuzrittern und den Sarazenen beenden. Doch das wird alles nicht so einfach, wie es sich Altair anfangs gedacht hat. Es kommt nämlich alles ganz anders. Als Altair bei einer Mission für seinen Orden einen Fehler begeht und den Auftrag vermasselt, wird er bestraft und darf sich von nun an nur noch Assassine nennen.

Assassins Creed

  • Bild 1 von 7
  • Bild 2 von 7
  • Bild 3 von 7
  • Bild 4 von 7
  • Bild 5 von 7
  • Bild 6 von 7
  • Bild 7 von 7

Werbung

Degradiert und beschämt aufgrund seiner Tat, macht sich der Spieler nun auf, um seinen Ruf wiederherzustellen und gleichzeitig den Konflikt im Land zu lösen. Um diese Aufgabe zu bewältigen, will Altair drei große Städte des Königreichs bereisen, um dort die Hintermänner zu beseitigen. Er ahnt jedoch nicht, dass sich währenddessen eine große Verschwörung anbahnt, die sogar die ganze Welt bedroht.


Grandioses Setting

Die Reise führt als erstes direkt in die überfüllte Innenstadt. Kaum angekommen, wird man von visuellen Eindrücken geradezu erschlagen. Ein reges Treiben findet auf den Straßen statt und man befindet sich in einer waren Schar von Menschen. Fast alles ist dabei, von spielenden Kindern bis hin zum Bettler, der eine milde Gabe erbittet. Man möchte direkt anhalten und dem Marktverkäufer eine Dattel abkaufen. Im Spiel sollen sich über 200 verschiedene Charaktere befinden. Bevor man sich den wichtigen Aufgaben des Spieles widmet, lohnt es sich also die Gegend etwas genauer anzusehen und einen kleinen Rundgang zu machen.

assassins creed
Hoch über den Dächern der Stadt kann man sich gut verstecken, aber auch Angriffe planen.

Die Texturen sind gestochen scharf und die Gestaltung der Flora und Fauna schlichtweg realistisch. Grelles Sonnenlicht, das sich dynamisch mit bewegt, gehört genauso zum Spiel wie aufgewirbelter Staub, der vom trockenen Boden empor steigt. Marode Holzhütten findet man direkt neben einem majestätischen Turm aus monumentalem Stein. Ganz zu schweigen von den prächtigen Burgen, die über den Städten thronen. Die gesamte Stimmung ist sehr atmosphärisch und unheimlich detailverliebt.

assassins creed
Gleich im Intro werden Sie mit einem tollem Szenario begrüßt.

Steuerung mit Stil und Finesse

Die Steuerung erweist sich als unkompliziert. Mit dem linken Analogstick wird normal gelaufen; mit gedrücktem rechtem Schulterbutton wird gerannt. Hält man gleichzeitig noch den A-Button gedrückt, springt Altair automatisch über Hindernisse und klettert Fassaden empor. Mit dem B-Button versetzt man im Wege stehenden Passanten einen Stoß, um sich Platz zu verschaffen. Alles ist relativ einfach und intelligent umgesetzt, besonders bei rasanten Verfolgungsjagden erweist sich die perfekte Steuerung als sehr hilfreich.

Passanten sind nicht nur einfache Statisten, die im Weg stehen, sondern sie entwickeln eine Art eigenständiges Handeln. Durch die "Crowd Behaviour"-Technik steigen sie und die Wachen in die Handlung mit ein und verhalten sich der Situation entsprechend. Das Verhalten des Spielers gegenüber den Bewohnern hat ebenfalls Tragweite - rettet man viele und ist nicht zu hart, danken sie es einem bei der ein oder anderen Mission. Dümmliches NPC-Verhalten sucht man in "Assassin's Creed" vergebens.

Links zum Thema



Forum