1.000 Stories: Die USA und die Klischees
Die Gesellschaft unter dem Vergrößerungsglas

Es ist erstaunlich, wie nah Florian Thalhofer in kürzester Zeit an die Menschen herankommt. Die USA in Nahaufnahme. Er bringt eine Frau dazu, über ihre Sorgen zu reden, weil Sohn und Mann als Soldaten im Irak stationiert sind. Er bekommt die Nachbarn von US-Präsident George W. Bush vor die Kamera und besucht spontan ein Ehepaar, das ihm im Blog des Projektes geschrieben hatte. Sie wollten gerne ihre eigene Sicht auf die USA teilen. Eine interaktive Dokumentation.
Der Amerikaner in Deutschland
Mark Simon ist Fotograf, Filmemacher und übernimmt den Gegenpart von Florian Thalhofer. Er ist der Amerikaner in Deutschland. Seinen Startpunkt der Reise, München, ließ Simon schnell hinter sich. Seine Ziele sind andere: Er fragt Chemnitzer nach der Vergangenheit als Karl-Marx-Stadt und ihrer Meinung über den Ex-Namensgeber, besucht das trostlose Eisenhüttenstadt, einst die erste sozialistische Planstadt, um das Freizeitverhalten der Jugendlichen im äußersten Osten zu ergründen.
Simon legt dabei gerne den Finger auf die Wunde. In Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen klopft er Alte und Junge nach ihrem Wissen und ihrer Einstellung zur DDR ab. In Rotenburg an der Fulda befragt er Einwohner vor dem ehemaligen jüdischen Badehaus, was denn mit den ansässigen Juden passiert sei - und erntet nur Achselzucken. Er findet einen Sachsen im Outfit eines Lakota-Indianers und verbitterte Ostdeutsche.


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Zitat: Seinen Startpunkt der Reise, München, ließ Simon schnell hinter sich. Das ist auch ok so. Den Job hat schon ein anderer einfach nur perfekt gemacht ;) ...
Schöner Artikel über eine interessante Seite. Aber die "Vergrößerungsfunktion" der Bilder ist ein Witz. Macht die Detailansicht eines Fotos doch wenigstens ETWAS "detaillierter" als...