Im Land der Audio-Wunderkabel
Material, Dicke und Temperatur bestimmen Kabelwiderstand
Betrachtet man das Thema Lautsprecherkabel von der technischen Seite, beschränkt es sich auf wenige Fakten: Ein Audiokabel verschickt Klanginformationen vom Verstärker zu den Lautsprechern. Das geschieht selten auf optischem Wege, sondern meistens über ein Kupferkabel und läuft wie bei jedem elektrischen Bauteil nicht verlustfrei ab. Dem Elektronenfluss stellt sich ein Innenwiderstand entgegen, der von Material, Durchmesser und der Temperatur des Kabels abhängt. Insofern beeinflussen die zweiadrigen Kabel tatsächlich den übertragenen Klang, aber in einem recht überschaubaren Rahmen. Je höher der Innenwiderstand, desto geringer die Leistung, die ein Verstärker an die Boxen abgeben kann.
Mit speziellen Materialien zum optimalen Klang
Audio-Enthusiasten leiten daraus ab, dass ein Kabel besonders kurz und möglichst dick sein sollte, um Übertragungsverluste zu vermeiden. Andere Befürworter legen noch eine Schippe drauf und raten zu sauerstofffreien Kupferkabeln oder sogar zu teuren Silberstrippen, weil beide dem Strom einen geringeren Widerstand entgegensetzen. Dabei argumentieren sie auch häufig mit dem so genannten Skin-Effekt.
Dieser tritt bei sehr hohen Frequenzen auf und sorgt dafür, dass die Elektronen nicht mehr im gesamten Leiterquerschnitt, sondern nur noch an dessen Oberfläche fließen. Dadurch erhöht sich der Widerstand des Leiters und sorgt theoretisch für schlechteren Klang. Allerdings tritt der Skin-Effekt nicht nur bei Silberdraht, sondern bei jedem Leiter auf. Zudem kann man dessen Auswirkungen im Niederfrequenzbereich getrost vernachlässigen, zu dem auch die Hifi-Technik zählt.
Einige Audio-Enthusiasten meinen dennoch, den Skin-Effekt durchaus heraushören zu können. Daher greifen sie zu besonderen Materialien wie Silber oder speziell verflochtenen Kabeln, die nur am vorderen und hinteren Ende leitend miteinander verbunden sind.
Sinnvolle Investition: Niederfrequenz-Kabel
An Silberkabeln und gedrillten Aderpaaren scheiden sich die Geister, unbestritten nützlich sind die Niederfrequenzkabel, kurz NF-Kabel. Deren Leitungen sind durch eine oder je nach Modell durch zwei Abschirmungen von störenden elektrischen Einflüssen isoliert. NF-Kabel lohnen sich beispielsweise dann, wenn Signale zum Verstärker übertragen werden sollen. Normalerweise verhallen störende Frequenzen ungehört, dort können sie sich infolge der Verstärkung aber durch lästiges Brummen oder Rauschen bemerkbar machen.


Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
An und für sich ein guter Artikel, wobei ich noch etwas mehr wissenschaftliche Ansätze zu verschiedenen Mythen vermisse. Wir reden ja hier von physikalischen Effekten. Schön herausgestellt wird aber auch, dass der...
Stimmt leider sind Programme wie EAC oder Soundformate wie FLAC Fremdwörter für die meisten....
Genau :D Und dann hört man über die 10 k Anlage mit 1 k Kabeln an eine 0,5 k Soundkarte angeschlossen t-olle 96 oder 128 kBit mp3s... :musik: Nix für ungut! ...
Hui da traust du dich aber ein Thema und bleibst entsprechend vage. Den Hinweiß, dass digitale Übertragung um ein vielfaches fehlertoleranter ist hättest du aber bringen können, auch auf optische...