Wunderkabel und mystisches Zubehör für HiFi-Anlagen
Home Entertainment: Im Land der Audio-Wunderkabel
Um kaum eine andere Zubehörgruppe ranken sich so viele Mythen wie um Audio-Kabel. Verwandeln sauerstofffreie Kupferkabel und vergoldete Stecker die Discounter-Stereoanlage wirklich in ein Klangwunder oder bringen sie selbst bei teuren High-End-Komponenten nichts? Die Antwort ist ein klares Jein und wird von jedermann anders definiert.
Inhaltsverzeichnis
- 1Spezialkabel: Guter Klang oder Placebo-Effekt?
- 2Material, Dicke und Temperatur bestimmen Kabelwiderstand
- 3Mit speziellen Materialien zum optimalen Klang
- 4Sinnvolle Investition: Niederfrequenz-Kabel
- 5Lange Wege mit Standardkabeln problemlos machbar
- 6Armdicke Kabel nur für High-End-Anlagen sinnvoll
- 7Optimaler Kontakt mit vergoldeten Steckern
- 8Esoterisches Zubehör Teil 1: Elektrosmog-Steckerleisten
- 9Esoterisches Zubehör Teil 2: "Burn in" für Audiokabel
- 10Esoterisches Zubehör Teil 3: CD-Entmagnetisierer
Der Werbetext versucht es erst gar nicht auf die subtile Tour, sondern trägt sofort dick auf: Handverlesene Kupferstränge auf dem Jahr 1954 machen das TMD-Audiokabel klanglich so einzigartig, weil sie sich laut Anbieter heutzutage nicht mehr in dieser Qualität produzieren lassen. Doch nicht genug: Die ausgewählten Strippen werden in mühevoller Handarbeit mit Baumwollfäden umwickelt, in Seide gehüllt und schließlich mit goldenen Cinchsteckern verlötet. So viel Aufwand will bezahlt werden: Beispielsweise kostet ein Meter der Kabel-Variante "Inca Red" 1.799 Euro.
Spezialkabel: Guter Klang oder Placebo-Effekt?
Zugegeben, dieses Beispiel ist plakativ gewählt und provoziert sicher das ein oder andere spöttische Grinsen. Doch es soll den Anbieter nicht diskreditieren, denn so mancher Audio-Enthusiast ist gewillt, derart viel Geld für ein Lautsprecherkabel zu bezahlen und hört laut eigenen Angaben dann tatsächlich einen klanglichen Unterschied. Zudem relativiert Anbieter Poppi Electronic: Die teuren Kabel seien an einer 200-Euro-Stereoanlage deplaziert und würden sich erst bei hochwertigen Hifi-Bausteinen ab 1.000 Euro aufwärts lohnen. Dort könnte man dann aber eine hörbare Klangverbesserung registrieren.
Das Thema Lautsprecherkabel sorgt bei Hifi-Bastlern und Klangfetischisten regelmäßig für emotionale und erbitterte Diskussionen. Für die einen beeinflussen die Kabel die Klangqualität entscheidend mit und können daher gar nicht hochwertig genug sein. Andere wiederum tun sämtliche High-End-Verbindungen als Humbug ab. Wer nur fest genug daran glaubt, so ihr Argument, der hört auch einen Unterschied.


Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
An und für sich ein guter Artikel, wobei ich noch etwas mehr wissenschaftliche Ansätze zu verschiedenen Mythen vermisse. Wir reden ja hier von physikalischen Effekten. Schön herausgestellt wird aber auch, dass der...
Stimmt leider sind Programme wie EAC oder Soundformate wie FLAC Fremdwörter für die meisten....
Genau :D Und dann hört man über die 10 k Anlage mit 1 k Kabeln an eine 0,5 k Soundkarte angeschlossen t-olle 96 oder 128 kBit mp3s... :musik: Nix für ungut! ...
Hui da traust du dich aber ein Thema und bleibst entsprechend vage. Den Hinweiß, dass digitale Übertragung um ein vielfaches fehlertoleranter ist hättest du aber bringen können, auch auf optische...