Overclocked: Im Irrenhaus ist die Hölle los

Spielerisch der Gewalt entgegen

Mit dem Standardcursor wird die Richtung in die der Charakter laufen soll vorgegeben. Wird der Richtungspfeil angezeigt, kann man in eine andere Szene wechseln und der Aktionscursor erscheint, wenn man mit einem Objekt eine Interaktion ausführen kann. Zu guter Letzt gibt es noch eine Sprechblase für die Gesprächsführung und eine Lupe für das Untersuchen von Gegenständen. Alles selbsterklärend und benutzerfreundlich gestaltet. Sich zu verlaufen ist in "Overclocked" zumindest sehr schwierig.

Es gibt nicht viele gute Adventures, die gleichzeitig eine solide Grafik aufweisen. Aber "Overclocked" ist selbst bei geringer Grafikeinstellung noch hübsch anzusehen. Die gerenderten Zwischensequenzen machen schon einiges her und bringen sehr viel Atmosphäre mit sich, einzig die Charakter-Animationen - in den Cutscences wie im Spiel - sehen im Vergleich zur Umgebung nicht besonders schön aus.

Bekommt man einen Charakter beispielsweise von nahem zu sehen, sind Mimik und Ausdruck weniger überzeugend. Auch die Körper-Animationen lassen einiges an Feinheit vermissen. Praktisch gesehen lässt sich sagen, dass die Umgebung viel vorlegt, aber die Charaktere das Niveau nicht halten können. Ein weiteres Minus kassieren die Animationszeiten. Obwohl unser PC gut den empfohlenen Anforderungen entsprach, waren manche Szenen derart langsam, dass es einen nur ärgern konnte. Dafür waren die Ladezeiten bei größeren Szenenwechseln relativ kurz, obwohl man es hier andersherum eher verschmerzen könnte.

Overclocked
Um manche Rätsel lösen zu können, muss man aufpassen, dass man nicht erwischt wird.

Eine Berg- und Tal-Fahrt macht man auch bei den Synchronsprechern mit. Hier kommt eindeutig die Klasse der aus TV bekannten Stimmen zur Geltung. Dafür schleichen sich aber immer mal wieder einzelne Passagen bei nicht ganz so bekannten Stimmen ein, die sich einfach abgelesen und emotionslos anhören. Das Gesamtergebnis der Synchronisation ist jedoch gut. Spannende Wortwechsel und immer wieder herrlich beizuwohnen sind die Gespräche zwischen McNamara und dem Portier seines Hotels. Die beiden sorgen immer für einen Schmunzler.

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