Neuer Datentarif soll noch im November kommen
1&1 mobil: E-Mail-Flatrate für 15 Euro
1&1 hat sich auf die Fahnen geschrieben, seinen Kunden in möglichst allen Lebenslagen die passenden Kommunikationsangebote zu offerieren. Ob Webhosting-Paket, maxdome-Flatrate, Breitband-Nutzung, Internet-Telefonie oder Handy-Flat - es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. In der mobilen Kommunikation konnte man sich mit dem PocketWeb bislang nicht durchsetzen. Ein potenzieller Nachfolger soll jetzt noch im November an den Start gehen.
Der neue, professionell ausgerichtete E-Mail-Pushdienst soll nach Informationen des "Handelsblatt" bereits ab Ende November verfügbar sein. Im Gegensatz zu PocketWeb soll das jüngste Produkt von 1&1 nicht an eine bestimmte Hardware gebunden sein. Vielmehr bläst das Unternehmen zum Angriff auf Blackberry, mit elf Millionen mobilen E-Mail-Konten den Marktführer in Sachen mobiler Kommunikation. Um den potenziellen Kunden dennoch ein entsprechendes Endgerät an die Hand zu geben, sollen zwei Smartphones zu Sonderkondition zu haben sein. Im Visier sind die Modelle S710 von HTC sowie Q9 von Motorola. Als Betriebssystem soll Windows Mobile zum Einsatz kommen, eine spezielle Symbian-Version für Geräte des finnischen Herstellers Nokia soll bereits in Arbeit sein.
Handheld-Zwang
Aber es gibt auch Nachteile, die schon vor der Markteinführung bekannt werden. So soll mit einem Laptop eine Nutzung des neuen Datenangebotes zumindest vorläufig nicht funktionieren. Der Preis für die Datenflatrate liegt voraussichtlich bei knapp 15 Euro pro Monat. Neben einer Echtzeitsynchronisation mit dem Mailprogramm Microsoft Outlook für alle anstehenden Termine soll auch ein kostenloser MailXchange-Account im Preis enthalten sein. Erst Anfang des Jahres hatte 1&1 MailXchange als Antwort auf Microsoft Exchange, Google Apps Professional Edition und Microsofts Web-Service Office Live Premium gestartet. Vor allem Geschäftskunden sollen für die webbasierten E-Mail- und Büroanwendungen begeistert werden. Nicht zuletzt werden erhebliche Kosten eingespart, die beim Betrieb eigener Mailserver anfallen würden. Separat kostet ein MailXchange-Konto bei 1&1 im Monat 4,95 Euro, für einen vergleichbaren Zugang zum Angebot des Mitbewerbers Microsoft werden knapp 10 Euro monatlich in Rechnung gestellt.
Wenig attraktiv erscheinen auch die angepeilten Minutenpreise, wenn über den Datentarif auch telefoniert werden soll. Wie bei PocketWeb ist ein einheitlicher Minutenpreis von 29 Cent in alle deutschen Mobilfunknetze und das Festnetz geplant.
UMTS mit Hindernissen
Der Mobilfunknetzbetreiber Vodafone soll als Partner für das über den vergleichsweise langsamen GPRS/EDGE-Standard realisierte Datenangebot auftreten. Eine Möglichkeit, dennoch den schnellen UMTS-Standard mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde zu nutzen, gibt es aber dennoch. Im Kombination mit einem bestehenden Mobilfunkvertrag, der UMTS einschließt, soll der Push-Dienst mit maximaler Geschwindigkeit zur Verfügung stehen.






