Steampunk: Abenteuerliche Science-Fiction von gestern
Eine eigene Ästhetik
Ein häufiges Merkmal der eigenwilligen Ästhetik sind Anlehnungen an viktorianische Elemente. Viele Romane spielen in der Zeit zwischen Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts, der Blütezeit der Industrialisierung. Steampunker sind eine eigene Subkultur unter all den zahlreichen Strömungen der Gesellschaft. Sie sind Technikastheten und Industrienostalgiker.

Stylingvorschläge im Magazin "Steampunk" (Illustrationen: Colin Foran)
Diese urbane Subkultur erhält Zulauf aus der Punk- und Industrialfraktion. Mittlerweile steigert sich die Faszination der Industrialisierung zu einem kompletten Lebensgefühl für einige Anhänger. So entwickelt sich sogar eine Steampunk-Mode: Viktorianischer Anzug mit Irokesenfrisur, Piercings zu Korsett und Schweißerbrille - alles ist möglich. Es gibt sogar ein eigenes Magazin für Steampunker. Dies ist gratis im Netz zu lesen. Den Link gibt es in der Linkbox unter diesem Artikel.
Steampunk in Film und Computerspielen
Es finden sich viele Beispiele für Steampunk in Literatur und Kino: Jule Vernes "20.000 Meilen unter dem Meer" von 1870 ist pure Steampunkästhetik und zugleich das Urgestein, das Vorbild für diese Gattung. In der modernen Unterhaltungskultur finden sich immer wieder Referenzen an die Steampunk-Welt. Der Film "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" mit Sean Connery - basierend auf einer Comicvorlage - ein echter Steampunk-Film.

Die Westernkomödie "Wild Wild West" mit Will Smith: mit einer echten mechanischen Steampunk-Spinne. Auch Computerspiele bedienen sich oft bei Elementen dieser Mechanik-Science-Fiction. Der Edel-Shooter "Bioshock" hat sich einige Ideen ausgeliehen, ebenso wie der Adventure-Klassiker "Myst" einige Steampunk-Anleihen enthält.

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