Google: Offenes Handy-Betriebssystem "Android"
Das Handy als Werbefläche?
Google selbst verdient zwar mit dem Betriebssystem kein Geld, verschafft sich aber in Sachen Werbung eine exzellente Startposition. Da Android die Handys besonders für das mobile Surfen rüstet, kann Google unter anderem seine Monopolstellung als Suchmaschine auch auf die Mobiltelefone ausweiten. Und hat damit die Möglichkeit, im großen Stil Anzeigen zu verkaufen - hier erklärt sich auch, warum Firmen wie eBay sich so interessiert an der Plattform zeigen. Außerdem finden sich eventuell Kunden unter den Entwicklern, die ihre Applikationen an den Mann bringen möchten.
Von zahlreichen Seiten gab es Spekulationen, ob es ein Handy geben wird, das für die Nutzer komplett kostenlos ist, weil es sich über Werbung finanziert. Diese Hoffnungen zerstreute Alex Rubin allerdings endgültig: "Ihr werdet kein auf Android basiertes Mobiltelefon sehen, das komplett werbefinanziert wird." Werbung wird aber wohl ohne Zweifel für Google eine große Rolle spielen.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die Werbung ähnlich wie im Internet personlisiert werden wird. Wenn dies der Fall ist, könnte es einen Aufschrei wegen Verletzung der Privatsphäre geben. Denn was im Internet schon an der Tagesordnung ist, wäre auf dem Handy noch Neuland. Zu den Horror-Vorstellungen gehört zum Beispiel die automatische Stichwortsuche in Textnachrichten, um dann personalisierte Werbung anzuzeigen.
Genau mit diesem Konzept kam die Firma Motorola dieser Tage in die Schlagzeilen. Marketing-Chef Kenneth Keller musste sich harter Kritik stellen, als er das Werbekonzept für Handys vorstellte. Was für Werbetreibende vielversprechend klingt, ist für Datenschützer ein einziger Graus: Auswertung von SMS und Telefonaten gefolgt von darauf abgestimmter Werbung. Bisher verlor Google noch kein Wort über mögliche Werbestrategien.
Google geht davon aus, dass die Nutzung von mobilem Internet sich drastisch ausweitet, sobald der mobile Zugang einfacher und komfortabler wird. Und genau das soll Android erreichen. Mehr als dass das Betriebssystem einen HTML-Webbrowser haben wird, gab Alex Rubin im Gespräch allerdings nicht preis. Die ersten Software-Pakete für Entwickler sollen Ende dieser Woche beziehungsweise Anfang nächster Woche zur Verfügung stehen. Ab dann können sich Entwickler einen eigenen Eindruck verschaffen, welche Möglichkeiten das Betriebssystem Android wirklich bietet.

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Zitat: Ich bin begeistert, eine Frage trotzdem noch - ist es möglich Kontaktdaten oder Kalenderdaten aus dem Outklook mit dem G1 mit Android ausgestattetet Handy abzugleichen? Gute...
Ich bin begeistert, eine Frage trotzdem noch - ist es möglich Kontaktdaten oder Kalenderdaten aus dem Outklook mit dem G1 mit Android ausgestattetet Handy abzugleichen?