Film und Spiel: Wenn Polygone zu Filmstars werden
Film und Spiel: Wenn Polygone zu Filmstars werden
Von seinen Fans kritisch begutachtet, war der Hauptdarsteller Timothy Olyphant anfangs alles andere als beliebt. Von "Milchbubi" bis "Witzfigur" musste sich Olyphant allerhand Bezeichnungen gefallen lassen. Zugegeben, mit der markanten Struktur der Videospiel-Vorlage hat der gebürtige Hawaiianer nicht sehr viel gemeinsam.
Ein waghalsiges Experiment, denn hätte man die Fans entscheiden lassen, wäre wohl eher ein Typ wie Jason Statham in Frage gekommen. Sogar der bullige Vin Diesel war eine Weile im Gespräch. Doch Olyphant muss seinen Hitman-Status wahrscheinlich noch bis zur Veröffentlichung am 13. Dezember verteidigen. Erst dann wird sich herausstellen, ob er die Rolle glaubwürdig verkörpern kann. Bei kaum einer zweiten Figur hat man bei den Fans eine solche Empfindlichkeit feststellen können wie bei Hitman. Die Hauptfigur des Action-Adventures aus dem Hause Eidos ist derart steril und unnahbar, dass sie schon kleinste Veränderungen zerstören könnten.

Die Story verspricht auf jeden Fall viel Action, wenn sie auch nicht sonderlich originell ist. Agent 47 wird diesmal selber zum Gejagten. Der Killer mit Prinzipien wird von Interpol und dem russischen Militär verfolgt. Allerdings hat 47 keine Ahnung, wer warum plötzlich nach seinem Leben trachtet. Natürlich ist diese Frage ziemlich überflüssig, da ein Auftragskiller selbstverständlich viele Feinde hat. Aber überraschen tut es den nervenstarken Anzugtäger schon.
Die Story scheint auf den ersten Blick relativ simpel gestrickt: Agent 47 killt, Agent 47 soll gekillt werden und des Weiteren bekommt Agent 47 eine zwielichtige, aber höchst attraktive Gefährtin an die Seite gestellt (total untypisch für den Hitman im Übrigen). Prognose: Agent 47 macht am Ende alle platt und vielleicht erfährt man sogar noch etwas über seine Herkunft. Aber wir lassen uns gerne überraschen.

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