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Software-Updater: Wakoopa und UpdateStar
Automatisch die aktuellsten Versionen im Blick

von Moritz Zielenkewitz Uhr veröffentlicht

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Sie werden installiert, sammeln sich an und veralten - Computer-Programme sind so. Speziell bei Freeware-Projekten sind Updates an der Tagesordnung, nicht immer ist es einfach, die aktuellen Versionen im Auge zu behalten. Zum Glück nehmen automatische Updater sich dieser Aufgabe an. Zwei Tools, Wakoopa und UpdateStar, hat sich netzwelt angeschaut.

Sie werden installiert, sammeln sich an und veralten - Computer-Programme sind so. Speziell bei Freeware-Projekten sind Updates an der Tagesordnung, nicht immer ist es einfach, die aktuellen Versionen im Auge zu behalten. Zum Glück nehmen automatische Updater sich dieser Aufgabe an. Zwei Tools, Wakoopa und UpdateStar, hat sich netzwelt angeschaut.

Warum überhaupt Updater?

Viele Gründe sprechen dafür, warum eine Software immer auf dem neuesten Stand sein sollte: Zum einen werden ständig neue Funktionen implementiert, die ein Programm noch effektiver oder leichter zu bedienen machen. Zum anderen können mit neuen Versionsnummern auch Fehler und Sicherheitslücken ausgemerzt werden; das Programm läuft stabiler und das System wird nicht unnötig verwundbar.

Natürlich ist es theoretisch möglich, die aktuellsten Versionen der installierten Software selber zu überwachen. Gerade bei den Unmengen an Freeware-Tools für sehr spezielle Aufgaben kann das allerdings in Arbeit ausarten; nur wenige Programme haben einen eigenen Updater wie der Firefox. Wer hier also einen Updater benutzen kann, der selbstständig anhand der installierten Programme deren Aktualität überprüft, spart unter Umständen viel Zeit.

Wakoopa und UpdateStar

Die beiden kostenlosen Updater im Vergleich haben unterschiedliche Ansätze: UpdateStar ist ein eigenständig laufendes Programm, in dem die installierten Programme aufgelistet sind. Ein Klick auf Search for Updates gleicht die Versionen mit der Datenbank ab und informiert, ob und welche Software veraltet ist. Bei diesen Programmen bietet UpdateStar direkt den Download-Link an, bei kommerziellen Produkten den Link zu einem Online-Shop.

Wakoopa hingegen ist mehr eine Social-Networking-Plattform, die sich mit Nutzern und ihrer verwendeten Software beschäftigt. Installiert wird hier nur ein Tracker, der protokolliert, welche Programme installiert sind und wann diese benutzt werden. Diese Daten landen dann im Wakoopa-Profil - aus diesem Grund ist es hier auch notwendig, einen kostenlosen Account anzulegen. Jeder Nutzer bekommt bei Wakoopa Software-Empfehlungen und Freundschafts-Einladungen; dazu gehört allerdings auch, dass über aktuelle Programmversionen informiert wird.

UpdateStar: Automatische Programmsuche.
Wakoopa: Software-Update im Web 2.0.

Bedienung und Navigation

UpdateStar erinnert von den Bedienelementen und der Benutzeroberfläche an Microsoft Office 2007: Einzelne Register enthalten variable Schaltflächen, über die die Befehle aufgerufen werden können. Ein Tortendiagramm zeigt direkt beim Start an, wie viele Programme installiert sind und bei welcher Anzahl ein Update gefunden wurde. Per Program List erscheint eine komplette Aufzählung der gefundenen Programme. Über Settings kann konfiguriert werden, wie oft UpdateStar von alleine die Programme überprüfen soll.

Bei Wakoopa läuft dagegen alles auf der Website im Browser ab: Nach der Anmeldung kann im Account unter My Profile nachgeschaut werden, welche Programme aufgrund der bisher installierten Software von Interesse sein könnte. Hier sind auch veraltete Programme aufgelistet, die einer neuen Version bedürfen. Darüber hinaus können im Stile des Web 2.0 Freundschaften geschlossen und kurze Reviews zu Software verfasst werden. Jede Viertelstunde aktualisiert Wakoopa über den Tracker das eigene Profil.

Weitere Funktionen

UpdateStar kann zudem noch den Software-Assistenten von Windows ersetzen: In der Programmliste können die Programme nicht nur aktualisiert, sondern auch repariert oder gelöscht werden. Das funktioniert zudem deutlich schneller als in der Systemsteuerung. Des Weiteren kann der Nutzer Programme zukünftig von der Überprüfung ausschließen, etwa weil er eine entsprechende Version nicht verändern möchte. Hinweis: UpdateStar zeigt bei Updates nur finale Versionen an; Alpha- und Beta-Veröffentlichungen bleiben außen vor.

Bei Wakoopa wird das Social Networking groß geschrieben: Nutzer können hier beobachten, welche Programme in der Community am meisten verwendet werden und welche erst kürzlich in Benutzung waren. Auch die eigenen Software-Präferenzen können im Profil offengelegt werden - laut Wakoopa auch gerne im eigenen Blog. So soll es noch ein Ziel des Projektes sein, quasi per Herdentrieb ausgezeichneten Programmen eine breitere Plattform bieten zu können.

Neue Versionen können direkt heruntergeladen werden.
Update-Listen sind in Wakoopa versteckt.

Die Frage nach Sicherheit

Verständlicherweise kann sich der Nutzer fragen, was UpdateStar und Wakoopa mit ihren Projekten bezwecken. Wakoopa sieht sich klar als Community-Seite, die Softwarefans miteinander verknüpfen möchte. Um die Nutzer zu beruhigen, dass mit den Daten, die vom Tracker an Wakoopa gesendet werden, setzt das Projekt auf die AttentionTrust Foundation: Da jeder User seinen Wakoopa-Account selbst verwalten kann und alleinigen Zugriff darauf hat, was er anzeigen möchte, soll Missbrauch ausgeschlossen werden. Auch die erhobenen Daten der Festplattendurchsuchung sollen ausschließlich den Software-Listen dienen.

Auch UpdateStar betont, dass durch die automatisierten Aktualisierungen die Privatsphäre der Nutzer nicht gefährdet werde. Hier läuft alles über anonyme IDs, die lediglich statistischen Zwecken dienen sollen; übertragen werden Programm, Version, Sprache und Datum der Installation, zudem noch Betriebssystem, IP-Adresse und Zugriffszeiten. Finanziert wird das Projekt dadurch, dass UpdateStar an Umsätzen beteilligt wird, sobald Nutzer die Updates von kostenpflichtigen Programmen über den Updater kaufen.

Schwachpunkte und Kritik

Doch bei den beiden vorgestellten Tools ist nicht alles eitel Sonnenschein: Wakoopa ist für die reine Verwendung als Software-Updater reichlich überdimensioniert, die tatsächliche Funktionalität der Aktualisierungen kommt dabei zu kurz. Einen weitaus größeren Platz nehmen die Social-Networking-Ansätze ein: Nach dem Motto "Zeig mir, was du installiert hast und ich sag dir, wer du bist", baut die ganze Community in Wakoopa auf den durch die Tracker gesammelten Informationen auf. Wer das nicht möchte, ist mit Wakoopa schlecht beraten.

UpdateStar hingegen fehlt jeglicher kommunikativer Ansatz. Hier erfolgt der Austausch lediglich mit den Datenbanken, die neue Versionen zur Verfügung stellen und Download respektive Kauf ermöglichen. Zwar ist die Oberfläche sauber strukturiert, doch in Sachen Alltagstauglichkeit lässt UpdateStar einige Funktionen vermissen: Eine Schaltfläche beispielsweise, die direkt alle kostenlosen Programme aktualisiert - aktuell muss das für jede Software einzeln geschehen. Auch die Nichtbeachtung von Beta-Versionen sollte optional sein; viele empfehlenswerte Freeware-Tools verweilen lange in einem nicht-finalen Status und funktionieren dennoch ausgezeichnet.

Fazit: Nützlich ja, notwendig vielleicht

Letztlich muss jeder Nutzer selber entscheiden, ob sich für ihn der Komfort eines automatischen Updaters lohnt. Mit UpdateStar erhalten interessierte User eine praktikable Software-Verwaltung, die sogar Windows-Aufgaben rund um Reparatur und Deinstallation übernehmen kann. Wer dem Web-2.0-Gedanken etwas abgewinnen kann und seine Lieblings-Tools gerne zur Schau stellt, wird mit Wakoopa wahrscheinlich glücklich; die Funktion, dass hier neue Versionen angezeigt werden, kann dann wohl eher als Bonus betrachtet werden.

Downloads im Überblick
UpdateStarDownload
WakoopaDownload
Kommentare zu diesem Artikel

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  • MozZz schrieb Uhr
    AW: News - Software-Updater: Wakoopa und UpdateStar

    Hi bugmenot, stimmt, Portables befinden sich noch nicht in der Datenbank, finde ich auch schade. Es hilft wohl nur, abzuwarten, bis Portables mit übernommen werden - oder die entsprechenden tragbaren Programme selber vorzuschlagen bei UpdateStar. Alternativen, die auch Portables berücksichtigen, kenne ich leider nicht. Grüße aus der netzwelt,
  • bugmenot schrieb Uhr
    AW: News - Software-Updater: Wakoopa und UpdateStar

    Update Star ist ist ja echt genial. Aber alle Programme die man als portable hat werden nicht überprüft. Gib es da noch Alternativen?
  • Jootis schrieb Uhr
    AW: News - Software-Updater: Wakoopa und UpdateStar

    Ein einfacherer, komfortablerer und sicherer (;) Weg würde sich ergeben, wenn auch andere Downloadportale einen Service wie etwa Wintotal bieten würden: Registrierten Nutzern wird dort eine kurze und sehr zeitnahe Nachricht über die Aktualisierung einer "abonnierten" Software zugemailt.

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http://www.netzwelt.de/news/76461-software-updater-wakoopa-updatestar.html
2007-11-07 17:35:00
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Software-Updater: Wakoopa und UpdateStar