DVB-T: Das große Warten hat ein Ende
Frequenzwechsel für Rhein-Main-Region
Einen Sendersuchlauf müssen alle Haushalte in Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet für Anfang Dezember einplanen. In der Nacht zum 4. Dezember wird der Empfang von vier öffentlich-rechtlichen Programmen durch einen Frequenzwechsel vereinheitlicht. Betroffen sind alle Zuschauer, die im Einzugsbereich der Sender Großer Feldberg, Fernmeldeturm Frankfurt, Hohe Wurzel (Wiesbaden) und Würzberg im Odenwald leben. Das Erste, Hessen Fernsehen, arte und Eins Festival werden dann auf Kanal 37 zu empfangen sein. In der Rhein-Main-Region wird bislang Kanal 57 eingesetzt, in Südhessen ist Kanal 31 im Einsatz. Die analoge Verbreitung des Programms Das Erste wird zeitgleich auf Kanal 11 endgültig eingestellt.
Auch in Rheinland-Pfalz wird es Kanaländerungen geben. Am 27. November wird das analoge Fernsehen in Oberschwaben, am Bodensee, in der Schwarzwald-Baar-Region, im Gebiet von Alb-Donau und auf der westlichen Schwäbischen Alb eingestellt. Dafür werden die Standorte Ulm, Raichberg (bei Albstadt), Höchsten (bei Ravensburg) und Donaueschingen auf Digitaltechnik umgerüstet. Ab 4. Dezember wird die bereits im Juli begonnene Umstellung in der Rheinebene und im mittleren Schwarzwald um den Standort Baden-Baden (Fremersberg) erweitert.
Ausbau im Südwesten schreitet im Dezember voran
Weite Teile der Pfalz, des südöstlichen Hunsrück sowie Rheinhessen werden durch die Standorte Donnersberg und Kettrichhof (bei Pirmasens) mit digitalen TV-Programmen versorgt. Im Zuge der Digitalisierung dieser Standorte gibt es für den Raum Kaiserslautern, in der Süd- bzw. Vorderpfalz und im Raum Rhein-Main weitreichende Änderungen. Betroffen sind alle drei Pakete der öffentlich-rechtlichen Programmanstalten an den Standorten Kaiserslautern und Weinbiet (Neustadt an der Weinstraße). Während Kaiserslautern-Rotenberg künftig vom Dansensberg bedient wird, gibt es zusätzlich an diesem Standort sowie auch in Wienbiet umfangreiche Frequenzänderungen.
In den restlichen Gebieten von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg soll das digitale Antennenfernsehen bis Ende kommenden Jahres eingeführt werden.
ATV überdenkt Ausstieg
Die Kosten für DVB-T sind auch dem österreichischen Privatsender ATV zu hoch. Der Sender will noch im November über einen möglichen Ausstieg aus dem so genannten Mux A entscheiden. Ein Wechsel in das so genannte Mux B gilt als ausgeschlossen. Neben 3sat und ORF Sport Plus gehört auch der Wiener Stadtsender Puls TV, der im Februar zum landesweiten Privatsender Puls 4 umgebaut wird, zu den Teilnehmern. Die Verbreitungskosten über Mux B sind zwar günstiger, dafür ist die Reichweite auf die Landeshauptstädte begrenzt und deckt etwa 70 Prozent der Alpenrepublik ab. Mux A erreicht derzeit 80 Prozent der österreichischen Haushalte.
