Sturm und Blitz beim Zocken: Philips amBX im Test

Ratterndes Geruckel

Gleich zum Start des Spiels läuft der Schreibtisch förmlich Amok. Beim Intro leuchtet, fönt und vibriert amBX mit allem, was ihm zur Verfügung steht. Wir schwingen uns hinter das Steuer, legen den ersten Gang ein und rasen los. Ernüchterung: Die laut dröhnende Vibrationsleiste rattert unaufhörlich, die LED-Scheinwerfer leuchten permanent blau, je schneller wir fahren, desto mehr Wind gibt es ins Gesicht. Punkt.

Vor allem die Vibrationsleiste nervt mit ihrem Dauergerüttel, da mit den Vibrationen auch erheblicher Krach einher geht. Zudem sind die Rumbleeffekte eher lieblos implementiert. So wird zwar geschwindigkeitsabhängig gerüttelt, durch das Dauergewackel kann die Leiste bei Kollisionen und Crashs aber kaum noch etwas zusetzen und der Fahrer spürt nichts davon, wenn er einen Kontrahenten berührt oder gar ungebremst in die Mauer einschlägt.

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Vibrationsleiste

Laut und tendenziell eher nervig: die Vibrationsleiste für die Handgelenke

So kommt es sogar vor, dass man sich nach einem Abflug vibrationsfrei langsam wieder von der Wiese auf die Piste tastet und die Leiste paradoxerweise ausgerechnet dann mit ihrem typischen Dauerfeuer einsetzt, wenn wir wieder glatten Asphalt unter den Reifen haben. Spielt man mit Lenkrad, Gamepad oder Joystick, bleibt die Leiste gänzlich nutzlos. Die Ventilatoren bleiben in der Cockpit-Sicht dezent, in einer der externen Perspektiven föhnen die Lüfter jedoch mit steigender Geschwindigkeit mit voller Kraft. Dabei machen sie leider mehr Krach als Wind.

Gamer bekommen Gegenwind

Windgeräusche passen zu einer Rennsimulation zwar gut dazu, der Sinn der frischen Brise, die dem Zocker um die Nase geweht wird, erschließt sich aber kaum. Schließlich sitzen wir in einem Rennwagen und haben zusätzlich einen Helm auf. Die Leuchtelemente werfen ein sanftes blaues Licht in den Raum. Wie bei den Ambilight-Fernsehern sollen sie die dominante Bildschirmfarbe übernehmen.

Ventilator

Die Lüfter können sich nur selten sinnvoll einbringen.

Von wechselnden Farben ist kaum etwas zu sehen, sie leuchten fast beständig hellblau. Wer atmosphärische Stimmung machen möchte, sollte in jedem Fall das Licht ausschalten und die Fenster abdunkeln, ansonsten ist von den LED-Lampen kaum etwas zu sehen. Wir probieren die anderen Spiele des Premium Kits aus. "DefCon" ist ein schlichtes Echtzeitstrategiespiel und ahmt den dritten Weltkrieg nach - mit der Ästhetik einer Spielhalle der Achtziger.

Unerwartet unspektakulär

Trotz der vollen amBX-Unterstützung passiert um uns herum nicht allzu viel. Es leuchtet gemütlich, mehr geschieht nicht. Das matte Licht hüllt den abgedunkelten Raum zwar in angenehme Atmosphäre, dafür hätte es jedoch auch das amBX-Basisset für etwa 150 Euro getan. Auch das dritte Spiel im Bunde, "Baphomets Fluch - Der Engel des Todes", spielt die Möglichkeiten der Hardware nicht voll aus.

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