Leonardo da Vincis Gemälde online bestaunen
'Das letzte Abendmahl' mit 16 Milliarden Pixel Auflösung
Patrick Woods
Es ist eines der berühmtesten und imposantesten Gemälde der Welt: Das Abendmahl, gemalt von Leonardo da Vinci. Jetzt gibt es das Wandbild auch im Netz - in imposanter Auflösung: Mit 16 Milliarden Pixeln kann jeder von zu Hause aus die feinsten Details des Meisterwerks bewundern.
Das Web bringt Dinge auf den heimischen Bildschirm, die viele Menschen sonst nie zu Gesicht bekommen hätten. Dazu zählt auch die Kirche Santa Maria delle Grazie in Mailand. An einer Wand des Speisesaals des ehemaligen Klosters ist eines der bekanntesten Bilder aufgemalt: da Vincis Abendmahl.

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Da Vincis Bild als interaktive Web-Anwendung
(Klick vergrößert.)
Es ist nur schwer möglich, das Gemälde zu besichtigen. Nur wenige Besucher werden zu dem vom Verfall bedrohten Bild gelassen. Jetzt kann man das mit 36 Quadratmetern Fläche riesige Bild auch im Netz bestaunen - in mehr als der Originalgröße. Das Original ist mehr als vier Meter hoch und neun Meter breit.
Vier Jahre lang hat da Vinci Ende des 15. Jahrhunderts für dieses Bild gebraucht. Ein halbes Jahrtausend hat seine Spuren hinterlassen. Das Gemälde hat eine bewegte Geschichte. Eine nachträglich eingebaute Tür kostete die Jesusfigur ihre Füße, Napoleons Besatzungtruppen nutzten den Speisesaal im 18. Jahrhundert als Pferdestall, sodass nur Pferde in den Genuss des Bildes kamen. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte eine Bombe die Südwand des Speisesaals, nur die Nordwand mit da Vincis Bild blieb stehen.

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Das Lineal-Werkzeug vermittelt einen Größeneindruck vom Gemälde.
(Klick vergrößert.)
Die hochauflösende Darstellung zeigt die Zeichen der Zeit überdeutlich. Risse und abgeblätterte Farbe ziehen sich durch das ganze Bild. Die Firma HAL9000 übernahm die technische Umsetzung dieses Mammutprojektes. Ein "Making of"-Video auf der Homepage zeigt, wie aufwändig dieses Unterfangen war, ein solches Riesenbild abzufotografieren.

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Hightech in der Kunst: Die automatisierte Kamera fotografiert das Gemälde.
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