Höhere Preise ab Januar in der Kritik
Verbraucherschutz: Verbraucherschützer mahnen Unitymedia ab
Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia genießt in Nordrhein-Westfalen und Hessen nahezu eine Monopolstellung. Für die mit der Werbeaktion "Jetzt Digital" verbundenen Preisänderungen hat der Anbieter nun eine Abmahnung der Verbraucherschützer kassiert. Stein des Anstoßes: Der analoge Kabelanschluss soll ab Januar deutlich teurer werden.
Für das digitale Kabelfernsehen können sich bisher nur wenige Kunden begeistern. Etwa 500.000 von etwa 5,5 Millionen Haushalten, die der Anbieter versorgt, nutzen bereits die größere Programmvielfalt. Da ursprünglich innerhalb der nächsten drei Jahre das Aus für die analogen Übertragungen vorgesehen war, hat nicht nur Unitymedia noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Als ein schlagkräftiges Argument wurde die monatliche Gebühr für einen analogen Kabelanschluss um mehr als 15 Prozent verteuert.
2,41 Euro mehr fürs analoge Kabel
Ab 1. Januar sollen 17,90 Euro pro Monat fällig werden, das sind 2,41 Euro mehr als bisher. Bisher werden pro Monat 15,49 Euro in Rechnung gestellt. Für das digitale Kabel wird ein Grundpreis von 16,90 Euro monatlich fällig. Aus Sicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen informiert Unitymedia nur unzureichend über die Preisentwicklung. In den Werbebroschüren werden keine genaue Angaben über die im kommenden Jahr fälligen Gebühren gemacht. Somit könnte der Kunde nicht kalkulieren, dass ein digitaler Anschluss ein Euro weniger kostet als ein herkömmlicher analoger Kabelanschluss.
Mit einer Abmahnung wird Unitymedia nun aufgefordert, die umstrittene Klausel künftig nicht mehr zu verwenden. Zudem sei die Preiserhöhung für den analogen Kabelanschluss mit den Bestimmungen der Allgemeinen Geschäftsbedindungen nicht zu vereinbaren. Ferner wird Unitymedia aufgefordert, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Betroffenen Kunden wird empfohlen, Widerspruch einzulegen und die höheren Gebühren ab Januar bis zu einer abschließenden juristischen Klärung nur unter Vorbehalt zu zahlen. Ein vorbereitetes Musterschreiben stellen die Verbraucherschützer Nordrhein-Westfalens ebenfalls kostenlos zur Verfügung.
Überzeugungsarbeit mit neuen Preisen
Laut einer Stellungnahme des Unternehmens sei die Erhöung der analogen Kabelgebühr erforderlich, um die Kunden von den Vorteilen eines digitalen Kabelanschlusses zu überzeugen. Demnach sollen die Fernsehgucker zu ihrem digitalen Glück mehr oder weniger gezwungen werden, wenn sie sich nicht selbst für die vielen Vorteile entscheiden. Ausserdem sei die großangelegte Werbeinitiative "Jetzt Digital!" mit mehreren Institutionen, darunter der Landesanstalt für Medien NRW, schon im Vorfeld abgestimmt worden.

Steigende Preise beim Breitbandzugang sind nicht nur in der Vorweihnachtszeit ein ideales Mittel, um potenzielle Kunden in die Arme der Mitbewerber zu treiben. Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat sich dementsprechend nicht nur für eine Fortsetzung seiner Preisaktion entschieden, sondern setzt auch mit einer neuen Höchstgeschwindigkeit von 32 Megabit pro Sekunde neue Maßstäbe beim Kabel-Surfen.
Kabel Deutschland stellt zum 19. November erneut seine Tarife um. Diesmal profitieren alle Kunden, die sich für ein Triple Play-Paket entscheiden, von einer höheren Geschwindigkeit. Kunden, die über das Kabel nur surfen wollen, werden vorerst ausgebremst. Zudem warnen wir vor einem Sicherheits-Paket, das für ahnungslose Kunden zur Kostenfalle werden kann.
Attraktive Preise, viele Extras, schnelles Internet mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde: Die Kabelnetzbetreiber müssen sich hinter etablierten DSL-Providern nicht verstecken. Netzwelt hat die aktuellen Internet-Tarife der Anbieter unter die Lupe genommen.
Unitymedia ist nach Kabel Deutschland der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen ist aus dem hessischen Kabelnetzbetreiber "iesy" und dem nordrhein-westfälischen Unternehmen "ish" hervorgegangen. Unitymedia bietet Kabelanschlüsse in Hessen und Nordrhein-Westfalen an.
In Köln und Aachen können Privatkunden des Kabelnetzbetreibers Unitymedia demnächst mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde im Internet surfen. Das Angebot startet im November, Preise für die Turbo-Flatrate sind noch nicht bekannt.
Die Kabelnetzbetreiber machen den DSL-Providern mächtig Konkurrenz: Kabel Deutschland, KabelBW und Unitymedia bieten Internet-Angebote mit Bandbreiten zwischen 2.000 und 100.000 Kilobit pro Sekunde zu attraktiven Preisen.
Der Kabel Internet-Anbieter Unitymedia bietet seinen Kunden abhängig vom gebuchten Tarif verschiedene WLAN-Router zur Leihe an. Die einmalige Bereitstellungsgebühr beträgt rund 25 Euro. Nur für die für den Kabelanschluss ausgelegte Fritz!Box 6360 Cable im Telefon-Tarif Telefon Plus werden knapp 30 Euro inklusive Aktivierungsgebühr für das Angebot fällig.





Beiträge
insgesamt 37 BeiträgeZitat: ... die Verbraucherzentrale ... Genau an die solltest Du dich mit deinem Anliegen auch unbedingt wenden. Die können dann auch helfen, wenn da wirklich irgendwas...
Ich bin gerade außer mir vor Wut über meine eigene Naivität und über unmögliche Unity Media Vertreter. Vor gut einer halben Stunde standen wieder einmal 2 Unitymedia Vertreter vor meiner Haustür, leider hab ich...
Hatte auch mal ohne Bestellung so ein " UM-Vertrag " Techniker war auch schon da. Anschließend wurden wir von einen UM-Verkaufsberater tel. beläßtigt. Da mußte dann mein RA 2x nach UM schreiben, damit endlich Ruhe...
Mich wundert immer wieder, wogegen sich die Leute aufregen. Die Abzocke von ARD, ZDF & Co scheint für viele normal zu sein, gegen diese Mafia wehrt sich kaum einer.
Unitymedia schickt Drückerkolonnen raus um Kunden mit falschen Argumenten zu ködern um Digitales Fernsehanschlüsse zu verkaufen. Sie erzählen den Kunden, dass ab dem nächsten Jahr die Kabelkunde nur noch Schee...