Elektro-Zweiräder: Umweltschutz mit Spaß-Faktor

Firmen-Flitzer mit Finanzproblem

In Nordrhein-Westfalen dürfen die Segways auch eingeschränkt auf normalen Straßen gefahren werden, zum Beispiel in Tempo-30-Zonen. In Bayern gilt der "Human Transporter" als Mofa und darf entsprechend genutzt werden. Fahren darf den Roller aber nur, wer mindestens 15 Jahre alt ist und über einen Mofa-Führerschein verfügt. Allerdings gibt es in den einzelnen Bundesländern durchaus Sonderzulassungen, zum Beispiel für Menschen mit Behinderung. Damit ein Segway straßentauglich ist, muss er mit Licht, Klingel und Versicherungskennzeichen ausgestattet sein.

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Gekauft werden die Segways in erster Linie von Firmen, zumindest in Deutschland. "Besonders auf großen Werksgeländen wie bei Airbus in Hamburg oder in Flughafengebäuden zahlen sich die Segways aus, wenn die Mitarbeiter täglich große Strecken zurücklegen müssen. Da macht sich die Investition schnell bezahlt.", so Carsten Dirk von Segway Hamburg. Und die Investition ist nicht klein: Ein Roller kostet zwischen 6.000 und 7.500 Euro. Dafür sind die laufenden Kosten gering: Mit Strom für etwa einen Euro hat er eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern.

Genauso wie Firmen können Privatpersonen einen Segway kaufen. Entweder um in der Großstadt zu Arbeit zu fahren oder als Fortbewegungsmittel für Menschen mit Handicap: "Wir bekommen viele positive Rückmeldungen von Menschen mit körperlicher Einschränkung. Wer nicht mehr gut laufen, aber immer noch gut stehen kann, ist mit dem Segway einfach mobiler als vorher. Einige Kunden berichten sogar, dass sie damit durch den örtlichen Supermarkt fahren dürfen." Auf Privatgeländen darf übrigens immer mit den Sageways gefahren werden, egal in welchen Bundesland. Vorausgesetzt, der Eigentümer ist einverstanden. So werden die Sageways bundesweit auf Messen oder Golfplätzen benutzt.

Hybrides Zweirad: Matra MS1

matra ms1
Das Elektro-Zweirad MS1 von Matra. Quelle: Autoblog Green

Während die Segways sich in Deutschland langsam auf die Straßen kämpfen, sind andere Elektro-Zweiräder eher noch Mangelware. Mal abgesehen von Fahrrädern, die bis auf den kleinen Motor wie ein Altherren-Rad aussehen. Für Sportliche und Abenteuerlustige dürften die neuesten Elektro-Zweiräder aus Frankreich genau das Richtige sein. Da wäre zum Einen das MS1 von der Firma Matra, vor kurzem präsentiert auf der internationalen Pariser Zweiradmesse.

Das MS1 ist ein hybrides Zweirad, das halb mit Muskelkraft und halb mit Strom betrieben wird. Mit voll geladener Batterie soll das MS1 bis zu 100 Kilometer fahren können. Die Mischung aus Motorrad und Mountainbike soll es auf eine Geschwindigkeit von bis zu 45 Kilometer pro Stunde bringen. Der Preis für das Elektro-Rad dürfte etwa bei 3.500 Euro aufwärts liegen.

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