Fettleibig oder einfach nur schwere Knochen?
Apples Breitseite: iPod Nano der 3. Generation im Test
Michael Knott
Prinzipiell bleibt der Nano in der Hosentasche bedienbar, zumindest lassen sich die Hauptfunktionen wie Titelsprung und die Lautstärkeregelung ertasten. Besser lässt es sich selbstverständlich bei direktem Sichtkontakt im vorbildlichen Menü des Nanos werkeln.
Die Bedienung des iPod Nanos folgt zwar noch der konventionellen Linie der iPod-Reihe und setzt nicht wie beim iPod Touch auf Berührung. Dennoch funktioniert sie nach wie vor sehr intuitiv und logisch. Nun ist es beispielsweise auch beim Nano möglich, Alben-Cover übersichtlich in der Cover-Flow-Ansicht anzeigen zu lassen.
Leider macht dies bei weitem nicht so viel Freude wie das Durchstöbern der Cover mit dem iPod Touch, denn der Nano genehmigt sich zwischen dem Blättern die ein oder andere Gedenksekunde. Richtig flüssig ist das Plattenstöbern so nicht, außerdem wird Cover-Flow ab einer größeren Anzahl von Alben ziemlich unübersichtlich. Dennoch - ein nettes und schickes Gimmick.
Markieren statt klicken
Wirklich Spaß macht das Durchforsten des neugestalteten Menüs. In sehr vielen Ebenen ist der Bildschirm nun zweigeteilt. Markiert man im Startmenü beispielsweise den Eintrag "Musik", so werden auf der rechten Seite bereits zufällige Cover ein- und ausgeblendet. Und so reicht es mittlerweile aus, den Eintrag "Einstellungen" zu markieren, um auf einen Blick die restliche Speicherkapazität angezeigt zu bekommen.

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Die Rückseite blitzt, nur leider nicht sehr lange. Ziemlich schnell machen sich Fingerabdrücke und Kratzer breit.
"Extras" wiederum zeigt etwa die aktuelle Uhrzeit an, ohne den Eintrag überhaupt bestätigen zu müssen. Diese kontextabhängige Menü-Anzeige ist eine auf den ersten Blick unscheinbare Weiterentwicklung, eher Evolution als Revolution. Dennoch gelingt Apple das Kunststück eine Menü-Oberfläche zu gestalten, die informativ, zweigeteilt und in vielen Fällen sogar animiert ist, ohne überfrachtet oder hektisch zu wirken.
Anschluss an den Rechner
Auch der neue Nano gehört zum Apple-Universum und lässt sich folgerichtig nur mit iTunes synchonisieren. Im Lieferumfang enthalten ist das speziell angepasste USB-Kabel, welches gleichzeitig die einzige Möglichkeit darstellt, den Akku wieder aufzuladen. Wer längere Strecken ohne Rechner auskommen muss, kann auf optionale USB-Ladegeräte ausweichen. Diese kosten etwa 15 Euro und sind im Zubehörhandel erhältlich.
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