Kein Anschluss unter dieser Zeitung
Verkehrte Netzwelt: Bild Dich mobil
Lesen soll ja bekanntlich bilden. Ob dazu auch die Lektüre der Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben gehört, ist bis zum heutigen Tage unter Experten höchst umstritten. So oder so will die Bild nicht nur mit vielen Storys und Paparazzi-Aufnahmen für Aufsehen sorgen, sondern auch mit dem vor wenigen Tagen gestarteten Mobilfunkangebot Bild Mobil. Lassen wir uns also bilden.
Inhaltsverzeichnis
- 1Startersets zu haben
- 2So geht's im Internet
- 3Drei Handys braucht das Land
- 4Bild-Telefoniererer keine Gemeinschaft?
- 5Bild und T-Online beim Scheidungsanwalt
- 6Die sprechende Zeitung
Es ist heute, passend zum längsten Wochenende des Jahres, die richtige Zeit für ein Outing gekommen. Ja, wenn wir ehrlich sind, müssen wir offen eingestehen: Darauf haben wir schon lange gewartet. Und nun wurden die Wünsche wahr und die Träume Wirklichkeit. Mancher reibt sich ungläubig die Augen, aber es ist Realität. Bild Mobil, endlich auch bei der mobilen Telefoniererei eine Duftmarke für die Bild-Zeitung setzen und sich outen als bekennender Boulevard-Fetischist. Niemand liest sie, aber alle wissen was drin steht. Und nun kann und darf man endlich, wie es in den Fernseh-Werbespots und auch auf der Website spielerisch dargestellt wird, eine Zeitung ans Ohr halten und freundlich grinsend in selbige hineinsprechen. Innovative Werbung nennt sich das wohl.
Startersets zu haben
Und schon schwingt die Nation sich auf zum autorisierten Händler, der die Bild mobile-Startersets zum Preis von 9,95 Euro gebunkert hat. Ein Gesprächsguthaben im Wert von fünf Euro ist auch schon dabei. Wenn dies aufgebraucht ist, können wie von anderen Prepaid-Angeboten bereits bekannt, so genannte Guthabenkarten zur Aufstockung des Kundenkontos erworben werden. Ist es gar der Volks-Handytarif oder gar der Volks-Mobilfunker? Mit solchen markigen Werbeslogans werden wir nicht erst seit heute von Bild und Co. verwöhnt.
Was will der geneigte Leser noch mehr? Richtig, er will surfen und das hauseigene Internet-Portal besuchen. Dafür zahlt er Null-Komma-Nix. Den entsprechenden Link für den mobile Boulevard bekommt man nach einer Anmeldung auf der Website auf das eigene Handy und kann dann jederzeit und überall die neusten Klatsch-Geschichten konsumieren. Aber auch Service wird groß geschrieben: Die wichtigsten Neuigkeiten, Sport-Schlagzeilen und den aktuelle Wetterbericht gibt es immer frisch auf das Handy-Display. Auch für die ganz fantasielosen Kunden hat Springer sich ein Herz gefasst und eine kleine Online-Demo des Bild-Portals ins Netz gestellt. Sogar die Richtungstasten können wie bei einem echten Telefon über die Computer-Tastatur bedient werden. Wie der Rest des Internets funktioniert, muss sich der Kunde allerdings selbst erschließen. Eine nähere Beschreibung gibt es jedenfalls (noch) nicht.
So geht's im Internet
Damit das Bild-surfen aber auch wirklich kostenlos bleibt, muss ein dafür geeignetes Handy zur Hand genommen und in der Konfiguration die passende Einstellung im Telefonmenü ausgewählt werden. Ansonsten kann die Stippvisite schnell zum teuren Spaß werden und das Guthaben der Prepaidkarte ist futsch.

Nach zahlreichen Supermärkten und Drogerie-Discountern drängen auch immer mehr Zeitungen und Zeitschriften auf den Mobilfunkmarkt, um ihre ganz persönliche "Duftmarke" zu hinterlassen. In wenigen Tagen wird nun auch die Bild-Zeitung Präsenz auf dem hart umkämpften Markt demonstrieren und ihren Lesern auch bei der mobilen Kommunikation zur Seite stehen. Die netzwelt hat erste Informationen zusammengestellt, welche Kondition von BildMobil zu erwarten sein werden.
Nicht nur als Internet-Serviceprovider, auch im Mobilfunkbereich macht sich freenet einen Namen. Neben einem neuen Prepaid-Tarif und zusätzlichen Bonus-Guthaben gibt es ab November optional auch zwei Flatrate-Angebote. Mit den neuen Preisen wird freenet Mobile zwar nicht zum Preisbrecher, aber deutlich attraktiver als bislang.
Auch in den letzten Tagen des zu Ende gehenden Jahres gönnen sich die Mobilfunk-Anbieter keine Atempause. Bei Prepaid-Angeboten sind viele Starter-Sets nur für kurze Zeit kostenlos zu haben, o2 belohnt die Rufnummernportierung mit einem kräftigen Guthaben. Netzwelt informiert, welche Discount-Angebote sich rechnerisch lohnen und bei welchen Tarifen lieber der Rechenstab gezückt werden sollte.
Mit einer wahren Preisoffensive starten die Mobilfunker in den Februar. Auch Discounter, die in letzter Zeit nicht mit spektakulären Aktionen in den Schlagzeilen waren, reduzieren ihre Minutenpreise. Die von der Regulierungsbehörde neu festgelegten Terminierungsentgelte machen es möglich, denn auf dem hart umkämpften Mobilfunkmarkt werden auch kleine Preisvorteile umgehend an die Kunden weitergegeben.
Mit Billigtarifen für Telefonie und SMS geht der neue Mobilfunkanbieter Yukoono auf Kundenfang. Für Gespräche zu anderen Yukoono-Kunden werden Minutenpreise von fünf Cent fällig. Andere Mobilfunk- und Festnetzanschlüsse können ebenfalls günstig erreicht werden.
T-Mobile senkt die Preise für sein Prepaid-Angebot Xtra-Card. Der Minutenpreis für nationale Gespräche sinkt von 19 auf 15 Cent. Netzintern berechnet T-Mobile pro Minute und SMS fünf Cent. Für Telefonate aus dem EU-Ausland werden 29 Cent pro Minute fällig zuzüglich einem Verbindungsentgelt von 75 Cent.
Ein weiteres Discount-Angebot für den deutschen Mobilfunkmarkt ist da. Nachdem gestern schon Vodafone einen neuen Otelo-Billigtarif an de Start gebracht hat, folgt nun ein Angebot aus dem Hause Drillisch. Der Prepaid-Tarif HelloMobil nutzt das O2-Netz und bietet auch eine Daten-Option.





