Alles Wissenswerte für hoch auflösendes Filmen
Kaufberatung HD-Camcorder
Manuel Masiero
Bei High-Definition-Camcordern, die ihre Videos auf DVD speichern, sollte man zu wiederbeschreibbaren Medien greifen. Die Mehrkosten halten sich in engen Grenzen und lohnen sich: Mit den wieder beschreibbaren Medien kann man sich den Luxus erlauben, Szenen beliebig oft aufzunehmen und zu löschen. Weil einige Camcorder zudem mit Schnittfunktionen ausgestattet sind, kann man Videos auch direkt auf der wieder beschreibbaren DVD bearbeiten und Playlisten anlegen. Speichert man Filmmaterial in Standardauflösung auf die DVD, lässt diese sich anschließend problemlos auf einem Standalone-DVD-Player abspielen. Medien für Blu-Ray-Camcorder sind dagegen etwas teurer. Beispielsweise kostet die von Verbatim für November 2007 angekündigten BD-R-Rohlinge rund 13 Euro pro Stück, während es die BD-RE-Rohlinge für etwa 18 Euro geben wird.
Nur sinnvoll mit HDTV-Equipment
Zwar kann keines der drei Formate HDV, AVCHD oder Full-HD einen glatten Punktsieg erringen. Ein wichtiges Kaufkriterium sind jedoch nicht die Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte, sondern die bereits vorhandene HDTV-Ausstattung. Wer schon über ein hochauflösendes 16:9-Display verfügt, kann beruhigt zugreifen. Ohne HDTV-Equipment macht der Kauf dagegen wenig Sinn. Immerhin können fast alle HD-Camcorder Videos auch in der Standardauflösung von 720 x 576 Bildpunkten auf den Fernseher ausgeben. Wer die schicken HDTV-Filme aber in ihrer vollen Pracht genießen will, muss neben der Kamera auch in einen HD-Fernseher investieren.

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Der Festplatten-Camcorder GZ-HD7EX von JVC nimmt Videos in "Full HD", also mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten, auf.
Entscheidend beim Kauf eines HD-Camcorders ist zudem, ob man damit aufgenommene Filme am PC nachbearbeiten will. Beim hardwarehungrigen, da sehr effizient komprimierenden AVCHD-Codec gilt: Der PC kann für den Videoschnitt eigentlich gar nicht schnell genug sein. Zudem bereitet AVCHD den meisten Schnittprogrammen noch Schwierigkeiten. HDV ist da noch das genügsamere von beiden Formaten, verlangt aber trotzdem nach PCs, in denen ein Dual-Core-Prozessor mit mindestens einem Gigabyte Arbeitsspeicher werkelt. Dafür können aber die meisten Videoschnittprogramme problemlos mit dem MPEG-2-Material umgehen - bei MPEG-4/H.264 hakt es oftmals noch.
Damit der Datenaustausch zwischen Camcorder und PC sowie Abspielgeräten möglichst reibungslos funktioniert, braucht es auch die entsprechenden Schnittstellen. Für digitale Videos hat sich Firewire als Standardanschluss durchgesetzt, der je nach Hersteller aber auch als IEEE 1394 oder iLink bezeichnet wird. Speziell bei Windows-PCs gehört FireWire aber nicht zur Standardausstattung, wohl aber eine USB-Schnittstelle - praktisch, wenn auch der Camcorder eine hat. Sollen HD-Videos direkt am Fernseher ausgegeben werden, macht sich ein HDMI-Ausgang bezahlt.
Fazit: Für betuchte HDTV-Freaks
HD-Camcordern gehört die Zukunft und sind ein Muss für alle Anwender, die ihre Werke in HDTV aufzeichnen wollen und dabei eine bessere Bildqualität als DV erwarten. Wer die maximale HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln braucht, greift zu Full-HD-Geräten. HDV-Camcorder beschränken sich dabei auf DV-Bänder, während man mit AVCHD unter Modellen mit Festplatten, DVD-Rekorder oder Flashkarte wählen kann. Mit dem Kauf eines HD-Camcorders wird in der Regel auch neues Heimkino- und PC-Equipment fällig. Für die Videobearbeitung braucht es einen schnellen Rechner, wobei speziell AVCHD hohe Anforderungen stellt. Und schließlich macht ein HD-Camcorder nur Sinn, wenn man die hohen Auflösungen auch auf einem dazu passenden Bildschirm darstellen kann.
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