Alles Wissenswerte für hoch auflösendes Filmen
Home Entertainment: Kaufberatung HD-Camcorder
Verschiedene Geräteklassen und Videoformate sowie jede Menge Begriffswirrwarr - ein HD-Camcorder-Kauf ist auf den ersten Blick alles andere als leicht. Doch wer genau weiß, was er mit so einem Gerät eigentlich anfangen will, findet mit ein wenig Know-how auch schnell das passende Produkt.
Inhaltsverzeichnis
- 1HDV bannt HDTV-Filme auf DV-Band
- 2Flexibel: AVCHD für Festplatten-, Flash- und DVD-Camcorder
- 3Erste Full-HD-Camcorder auf dem Markt
- 4Jedes Speicherformat hat Vor- und Nachteile
- 5Nur sinnvoll mit HDTV-Equipment
- 6Fazit: Für betuchte HDTV-Freaks
Camcorder, die mit neuen digitalen Speicherformaten hantieren, werden immer beliebter. So waren im Jahr 2006 laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) schon 20 Prozent aller verkauften Geräte DVD-Camcorder, während Flash- und Festplatten-Camcorder auf rund sieben Prozent kamen. Nicht weniger als 4,2 Millionen Produkte, so schätzt die GfK, sollen 2007 in Westeuropa über die Ladentheke gehen. Künftig werden auch die HD-Camcorder einen immer größeren Anteil an den verkauften Geräten haben.
Während das HD-Fernsehen hierzulande noch in den Startlöchern steckt, sind HD-Camcorder schon eine ganze Strecke voraus gelaufen. Statt auf HDTV zu warten, kann man hoch auflösendes Filmmaterial mit den Boliden kurzerhand selbst produzieren. Dazu bieten sich mit HDV-, AVCHD- oder Full-HD-Geräten gleich drei verschiedene Produktklassen an.
HDV bannt HDTV-Filme auf DV-Band
HDV (High Definition Video) setzt auf DV-Bänder, um Filme im 16:9-Format aufzuzeichnen. Trotz ihres analogen Charakters speichert eine solche Kassette Videofilme digital ab. Das geschieht wahlweise in 1.280 x 720 Pixel progressiv oder mit 1.440 x 1.080 Bildpunkten interlaced - allerdings nicht im DV-Format, sondern als MPEG-2-Video. Dabei bietet das Band eine konstant hohe Datenrate von 25 MBit/s. Bei DVD-Camcordern kommt MPEG-2 dagegen nur auf maximal auf 9,8 MBit/s, liegt je nach Videomaterial aber häufig deutlich unterhalb dieses Wertes.
Einheitsformat: HDV-Camcorder wie der Canon HV10 speichern Filme auf DV-Kassetten.
Gegenüber dem "echten" HDTV-Format 1080i mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten büßt die HDV-Variante mit 1.440 x 1.080 Pixel zwar 25 Prozent Auflösung ein. Allerdings bleibt das 16:9-Format erhalten, weil die einzelnen Pixel nicht quadratisch aufgezeichnet werden. Und von der geringeren Auflösung bei HDV 1080i bekommt man in der Regel auch nichts mit.
Das im Oktober 2003 von Canon, JVC, Sharp und Sony konzipierte HDV richtet sich zwar primär an ambitionierte Hobbyfilmer, ist aufgrund der geringen Kosten für DV-Bänder inzwischen aber auch im semiprofessionellen Bereich beliebt. Eine MiniDV-Kassette fasst mindestens 60 Minuten Video und ist schon für rund zwei Euro zu haben. Auf ein DV-Band passen maximal 120 Minuten Film. An echtes Profi-Equipment kommen HDV-Geräte zwar nicht heran, dafür sind die Kameras mit Preisen zwischen 1.000 und 1.500 Euro für Filmfreaks durchaus erschwinglich. Genau in dieser Preisklasse liegt beispielsweise der Sony HDR-HC5E .
Kaufberatung HD-Camcorder
Auswahl: AVCHD-Geräte nutzen Festplatten, DVD-Rekorder oder wie der Panasonic HDC-SD1 auch Flashkarten (SDHC)
Einheitsformat: HDV-Camcorder wie der Canon HV10 speichern Filme auf DV-Kassetten
Hitachis erste Blu-Ray-Camcorder DZ-BD7H und DZ-BD70 sollen Ende 2007 in Europa auf den Markt kommen.
Der Festplatten-Camcorder GZ-HD7EX von JVC nimmt Videos in \"Full HD\", also mit 1920 x 1080 Bildpunkten auf.
Links zum Thema
- Weitere Informationen zu Sonys AVCHD-Produkten
- Weitere Informationen zum Sony HDR-HC5E
- Panasonic
- JVC
- Einkaufsberater Camcorder
