Porno-Blockade auf DNS-Ebene
YouPorn-Filter: So werden Arcor-Kunden ausgesperrt
Moritz Zielenkewitz
So weit, so gut - doch diese Handhabe über die DNS-Datenbank kann auch zu weniger kundenfreundlichen Aktionen benutzt werden, wie das Beispiel YouPorn zeigt: Nach der Abmahnung hat Arcor in der DNS-Datenbank der URL eine falsche IP-Adresse zugeordnet. So läuft die Namensauflösung nicht auf 74.86.111.8 hinaus und die Seite kann nicht angezeigt werden.
Wie sicher der Filter ist
Ohne Weiteres bleibt YouPorn somit für Arcor-Kunden unerreichbar, denn ein direkter Zugriff des Nutzers auf die DNS-Datenbank ist verständlicherweise nicht möglich. Die einzige Alternative ist hier bildlich gesprochen, ein anderes Telefonbuch als das von Arcor zu verwenden: Wenn dem Computer gesagt wird, dass er die DNS-Datenbank auf einem anderen Server als dem seines ISP nachschlagen soll, ist der Filter hinfällig.
Der vom System bevorzugte DNS-Server wird normalerweise automatisch eingestellt. In der Systemsteuerung kann allerdings unter Netzwerkverbindungen > LAN-Verbindung > Eigenschaften das Internetprotokoll (TCP/IP) angeklickt werden. Hier ist es in den Eigenschaften im Allgemein-Register möglich, auf Folgende DNS-Serveradressen verwenden umzuschalten.
Eine empfehlenswerte Alternative zu den Datenbanken der ISP bietet das Projekt OpenDNS. Wird also die IP-Adresse von OpenDNS für das TCP/IP-Protokoll des Computers eingegeben, wird die Namensauflösung von Arcor nicht mehr benutzt. Das Projekt OpenDNS finden Sie in den Links zum Thema, die einzugebenden Serveradressen liefert der folgende Screenshot:

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Die richtigen Serveradressen dank OpenDNS - zu erkennen im Vollbild.
(Klick vergrößert.)
Hintergründe zu den Verhandlungen zwischen Kirchberg und Arcor wegen der YouPorn-Sperrung erfahren Sie im netzwelt-Special Die Akte Arcor / YouPorn.
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