Porno-Blockade auf DNS-Ebene
YouPorn-Filter: So werden Arcor-Kunden ausgesperrt
Internet & Netzwelt
Ein Internet Service Provider in Bedrängnis: Von Erotikanbieter Kirchberg Logistik abgemahnt, musste Arcor nun zum wiederholten Male das Videoportal YouPorn für seine Kunden sperren. Seit gestern Mittag läuft die Eingabe der YouPorn-URL ins Leere. Aber wie genau funktioniert dieser Pornografie-Filter und wie narrensicher ist er? Netzwelt klärt auf.
Was DNS bewirkt
Das Internet ist eine Welt voller Nummern: Daten, die gesendet oder empfangen werden sollen, benötigen eine IP-Adresse, um sich orientieren zu können. So gibt sich auch jeder Computer mit einer eindeutigen Zahlenfolge im Netz zu erkennen, vergleichbar mit einer Telefonnummer, unter der er zu erreichen ist. Auch die Webserver, auf denen Internetseiten platziert sind, werden über solche IP-Adressen aufgerufen.
Da es für den Nutzer aber schwierig ist, sich für jede Website eine lange Ziffernkombination zu merken, existiert das Domain Name System, kurz DNS. Es hilft dabei, IP-Adressen den Domainnamen zuzuordnen, also den Bezeichnungen, die ein User in die Adressleiste seines Browsers eintippt. So wird aus einem komplizierten 209.85.135.99 ein einfaches www.google.de - der Vergleich mit einem Telefonbuch liegt nahe, das den Telefonnummern einen konkreten Namen zuweist.
Wie Arcor sperrt
Was hat Arcor also gemacht? Jeder Internet Service Provider (ISP) besitzt eine eigene DNS-Datenbank, in der aufgelistet ist, welcher Domainname für seine Kunden auf welche IP-Adresse verweist. Das macht den normalen Betrieb einfacher, da beispielsweise Domains mit veränderter IP-Adresse von den ISP-Kunden weiterhin ganz normal über den Namen der Seite aufgerufen werden können - der ISP hat einfach im Hintergrund die Einträge seiner DNS-Datenbank angepasst.
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Ich habe meine Alternativen DNS Server aus dieser kleinen Liste genommen. Hab die 2 oberen genommen. Die funktionieren ohne Probleme bei mir.
blog.servervoice.de/2009/04/24/internetzensur-umgehen-in-20-sekunden/
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