Viel Geld für bessere DSL-Versorgung
Deutsche Telekom plant Breitbandoffensive
DSL-Hardware und Technik
Erst kürzlich hat der Mobilfunknetzbetreiber o2 hohe Investitionen für sein Funknetz angekündigt, nun will auch die Deutsche Telekom in die Offensive gehen. Ein dreistelliger Millionenbetrag soll für mehr Breitbandanschlüsse in Deutschland sorgen. Die neue Parole des magentafarbenen Konzerns: Knapp 95 Prozent aller deutschen Haushalte sollen zum Jahresende versorgt sein.
Die weißen Flecken auf der Deutschland-Karte sind unübersehbar. Etwa 92 Prozent der deutschen Haushalte sind nach Unternehmensangaben bereits an das Breitbandnetz angeschlossen und haben die Qual der Wahl in Sachen DSL-Anbieter. Knapp acht Prozent sind weiterhin als Schmalbandsurfer in der Online-Welt unterwegs. Größere Downloads und eine in der heutigen Zeit angemessene Nutzung der immer zahlreicheren Angebote sind nahezu unmöglich. Beispielweise im Ostteil von Berlin und in den neuen Bundesländern gibt es noch mehrere Millionen Haushalte, die sich mit der einzig verfügbaren ISDN-Flatrate von Arcor beziehungsweise Internet by Call-Tarifen begnügen müssen.
400.000 neue Anschlüsse
Festnetz-Chef Timotheus Höttges will die Probleme nun in Angriff nehmen und einen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Netzes stecken. Das sagte er der "Welt am Sonntag". Vor allem in ländlichen Regionen sollen 400.000 neue Anschlüsse eingerichtet werden. Welche Bundesländer beziehungsweise Regionen dabei bevorzugt werden sollen, wurde bislang nicht bekannt.
Nach Unternehmensangaben sollen 400.000 neue DSL-Anschlüsse in erster Linie in ländlichen Regionen entstehen. Der Marktführer auf dem hart umkämpften DSL-Markt plant bis zum Ende diesen Jahres, 94,4 Prozent der Bundesbürger mit Breitband-Internet zu versorgen. Dies wären zwei Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Knapp 50 Prozent aller Breitbandzugänge stellte Mitte 2007 die Deutsche Telekom, zwischen 40 und 45 Prozent aller Neukunden entscheiden sich für den ehemaligen Monopolisten. Haushalte, die sich an der zweijährigen Mindestvertragslaufzeit stören, will die Telekom mit ihrer Discount-Marke congstar erreichen. In erster Linie ist congstar ins Leben gerufen worden, um die Kunden zu erreichen, die bewusst kein Kundenverhältnis mit der Telekom eingehen wollen.
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Ich hätte mir mehr Hintergrundinfos zur tatsächlichen Versorgungslage gewünscht! Nicht nur die Telekom-Perspektieve. Sondern klar und deutlich wie es auf der Website kein-DSL geschrieben wird. Herr Höttges Aussage ist doch nur dieselbe Vera*sche vom Rosa Riesen wie seit Jahren. Immer kommt die Telekom, kündigt tolle Erschließungsziele an, die Medien drucken oder veröffentlichen es - und nichts passiert. Wie hier in Boomtown Falkensee...
nach oben




