Von Tadaa bis Damm-di-damm
Hör mal zurück: Die Evolution der Startsounds
Tobias Heinze
Es ist das akustische Signal für "Ja, ich bin fertig, ja, du kannst jetzt mit mir arbeiten": Startmelodien charakterisieren ein Betriebssystem so markant wie ihr Logo und wecken Erinnerungen an die ersten Erfahrungen mit dem PC. Ob Windows oder Mac, beide Systeme durchliefen interessante Klangwelten, bis sie bei den aktuellen Sounds ankamen. Hören Sie doch mal rein.
Gerade die frühen hörbaren Lebenszeichen der Betriebssysteme wecken nicht allzu selten die Erinnerungen an instabiles Arbeiten, fiese Fehlermeldungen und scheinbar unlösbare Systemabstürze. Es waren keine leichten Zeiten, aber mit Sicherheit auch Momente voller Euphorie, in denen man sich ausmalte, was in ferner Zukunft einmal mit dem Computer möglich sein würde - zumindest wenn der Rechenknecht so lief, wie er sollte.
Der Start-Ton gehört zu den wichtigsten Aushängeschildern eines Betriebssystems und da ist es auch kein Wunder, dass Softwarehersteller viel Geld investieren, um diese eine Tonfolge so prägnant wie möglich zu gestalten. Bei Windows 95 war es im Übrigen der Musiker Brian Eno, der neben seiner eigenen Karriere auch mit Musikgrößen wie U2 und David Bowie zusammenarbeitete. Für 3,25 Sekunden Windows-Sound bekam er damals 35.000 US-Dollar, wobei diese Melodie kurioserweise auf einem Apple-Computer entstand.
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