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23.10.2007
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Mobilfunknetzbetreiber wollen Jugendliche besser schützen

Handy als Risiko: Jugendschutz rückt ins Blickfeld

Sicherheit

Handy als Risiko: Jugendschutz rückt ins Blickfeld

Das Handy als Statussymbol ist unter Jugendlichen schon lange etabliert. Aber die mobile Kommunikation hat auch Schattenseiten: Die großen Mobilfunkunternehmen und die Jugendministerien der Bundesländer haben sich zu einer Selbstverpflichtung durchgerungen, die dem Jugendschutz mehr Bedeutung einräumen soll.

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Alle vier Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland - namentlich T-Mobile, Vodafone, E-Plus, o2 - sowie die Serviceprovider Mobilcom, Talkline und Debitel wollen mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen mehr für den Jugendschutz tun. Insgesamt konzentriert sich der Inhalt der freiwilligen Selbstverpflichtung auf drei Schwerpunkte.

Beratung, Hotlines und Internet-Sperre

Den ersten Punkt bilden Information und Beratung, die schon vor Abschluss eines Handyvertrages für den Nachwuchs Orientierung bieten sollen. Ein für Eltern konzipiertes Online-Portal soll die Funktionen und Möglichkeiten eines Mobiltelefons anschaulich vorstellen. Für den Aufbau ist die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) verantwortlich. In den Mobilfunk-Shops sollen beim Beratungsgespräch mit den Erziehungsberechtigten nicht nur die neusten Handy-Modelle und Technik-Trends ein Thema sein, sondern auch der Jugendschutz einen breiten Raum einnehmen.

Als zweiter Schwerpunkt wurde die Einrichtung einer Jugendschutz-Hotline festgelegt. Sie soll aus den Handynetzen unter einer möglichst einheitlichen Rufnummer kostenlos erreichbar sein. Mit den technischen Aspekten setzt sich der dritte Schwerpunkt auseinander: Eltern sollen künftig per Knopfdruck den mobilen Internetzugang von den Handys der Sprösslinge deaktivieren können. In den letzten Monaten mehrten sich die Berichte von Schlägereien und Übergriffen auf Mitschüler, die mit der Handykamera aufgezeichnet und anschließend weiterversendet wurden.

Ansatz: Gegen Gewalt und Pornografie

Durch diese Sperrmaßnahmen soll der Versand von MMS- und Videobotschaften verhindert und der Jugendschutz verstärkt werden. Dabei geht es aber nicht nur um gewaltverherrlichende Inhalte. Auch Pornografie auf den Handys von Kindern und Jugendlichen soll nach den Vorstellungen der Initiatoren in Zukunft weniger zu finden sein. Spezielle Endgeräte, bei denen auch die drahtlose Übertragung von Bild- und Videomaterial über den Bluetooth-Standard gesperrt werden kann, sollen in den nächsten Monaten auf den Markt kommen.

Für die Umsetzung des Maßnahmepaketes wollen sich die Mobilfunkkonzerne maximal zwölf Monate Zeit nehmen. Zudem sollen Eltern ihre Kinder vermehrt an die Vermittlung von Werten heranführen und auch in Sachen Medienpädagokik auf den richtigen Pfad bringen. In einem Punkt sind sich die Teilnehmer des runden Tisches, der auf Betreiben des rheinland-pfälzischen Jugendministeriums zustande kam, allerdings einig: Eine absolute Sicherheit wird es, wie immer im Leben, niemals geben können.

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