Set Top Boxen, DVD-Rekorder, Festplatten-Receiver
Video-Aufzeichnung: Programmchefs im Wohnzimmer
Das Satelliten-Receiver empfangene Filme auf eine integrierte Festplatte speichern können, ist nichts Neues. Die aktuelle Geräte-Generation archiviert mittlerweile aber auch HDTV-Sendungen verlustfrei und ohne Probleme. Grund genug, sich den Markt der Set-Top-Boxen und ihrer Kollegen, der Festplatten- und DVD-Rekorder, einmal näher anzusehen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Standard: Filmarchiv & Schnittfunktionen
- 2VHS-Nachfolger: DVD- und Festplatten-Videorekorder
- 3Timeshifting nur bei teuren Geräten
- 4Auf DVD-Auflösung beschränkt
- 5Noch selten: Set-Top-Box im Fernseher integriert
- 6Verlustfrei archivieren mit der Set-Top-Box
- 7Problematisch: HDTV-Wiedergabe am PC
Will man TV-Sendungen dauerhaft archivieren, bieten sich HDD- und DVD-Videorekorder ebenso an wie Sat-Receiver mit integrierter Festplatte. Beide Geräteklassen richten sich an eine andere Klientel, daher ist keine Variante der anderen überlegen. Jede bringt jedoch Vor- und Nachteile mit sich, die zu kennen vor einem teuren Fehlkauf bewahrt.
Standard: Filmarchiv & Schnittfunktionen
Der laufende Regalmeter mit Videoaufnahmen entfällt mit beiden Klassen. Je nach Festplatten-Kapazität und Archivgröße kann man die Filme sämtlich auf dem Laufwerk ablegen. Selbst auf ein vergleichsweise kleines 80-Gigabyte-Laufwerk passen schon rund 50 Stunden PAL-Videos. Dabei genügt ein Knopfdruck, um eine Liste aller auf Festplatte aufgenommenen Filme zu erhalten.
Nerviges Hin- und Herspulen wie zu VHS-Zeiten entfällt ebenso wie manch ärgerlicher Bandsalat. Und da jede Information digital gespeichert wird, bleibt die Bild- und Tonqualität auch nach 100-maligem Anschauen gleich. Rudimentäre Schnittfunktionen sind ebenfalls mit an Bord. Die machen einem Adobe Premiere zwar keine Konkurrenz, reichen aber auch, um Videos zu teilen oder bestimmte Filmsequenzen zu markieren und zu löschen. Lästige Werbeblöcke lassen sich damit wirkungsvoll entfernen.
VHS-Nachfolger: DVD- und Festplatten-Videorekorder
Wer einen vollwertigen Nachfolger des VHS-Videorekorders braucht, greift jedoch besser zum flexiblen HDD-Videorekorder. Diese sind häufig auch mit einem DVD-Brenner ausgestattet und machen es damit leicht, Filme zu archivieren - zumal sie Videos ohnehin im DVD-Format speichern. Zudem können die Geräte Videosignale von jeder AV-Quelle wie beispielsweise TV, Videorekorder oder Kamera aufnehmen und sind zudem vollwertige DVD-Player. In puncto Fernsehempfang sind sie aber auf Analog-TV und DVB-T-Signale beschränkt und unterstützen kein Satelliten-Fernsehen.
Programmchefs im Wohnzimmer
Verschlüsselt auf Astra: Seit September 2007 ist Entavio am Start. Ziel: Eine digitale Vertriebsplattform für HDTV-Sender werden.
Pay-TV-tauglich: Der HDTV-Receiver Philips DSR9005 eignet sich auch zum Empfang des Premiere-HD-Angebots.
Verlustfrei: Über die HDMI-Schnittstelle gelangen HDTV-Videos ohne Qualitätsverlust von der Set-Top-Box auf den Fernseher.
Allrounder: Die Reelbox Avantgarde speichert als eine der ersten Set-Top-Boxen DVB-S2-Sendungen auf eine integrierte Festplatte.
Nischenprodukt: Externe Set-Top-Boxen wie die Pinnacle PCTV SatHDTV Pro USB erfordern einen leistungsstarken Rechner, können aber keine Pay-TV-Sendungen empfangen.
Gerade Besitzer eines altgedienten VHS-Videorekorders dürften sich verwundert die Augen reiben, was mit den Empfangsgeräten alles möglich ist. Wer träumt nicht davon, das TV-Programm nach eigenen Vorstellungen zu gestalten? Wer bei Festplatten-Videorekordern zum Schnäppchen greift, muss unter Umständen aber auf viele Komfort-Features verzichten. Dazu zählen zum Beispiel praktische Extras wie ein elektronischer Programmguide (EPG). Dieser liefert Informationen zum aktuellen und künftigen Fernsehprogramm. Bei den meisten Sendern erstreckt sich diese Vorschau üblicherweise auf die nächsten ein bis zwei Wochen. Im EPG lässt sich eine Aufnahme durch Auswahl einer Sendung auf Knopfdruck einrichten.

Sagen Sie Ihre Meinung!