Zensur oder Industriesabotage?
Traffic-Diebstahl in China: Yahoo und Google werden umgeleitet
Patrick Woods
In China werden Webseiten, die den Begriff "search" im Domainnamen enthalten, zurzeit geblockt und die Nutzer werden auf eine chinesische Webseite umgeleitet. Noch ist unklar, wer sich hinter dem Eingriff steckt. Betroffen sind Seiten von Google, Yahoo und anderen Suchdiensten.
Am Donnerstag informierte der chinesische Programmierer Reno Peng seinen amerikanischen Bekannten vom Blog "TechCrunch", dass er auf ein merkwürdiges Phänomen gestoßen sei. Beim Aufrufen der Seite "blogsearch.google.cn" wurde er zu der chinesischen Suchmaschine "Baidu" umgeleitet.
Die Nachricht machte ihre Runde in der Blogosphäre und bald zeigte sich, dass noch weitere westliche Suchmaschinen davon betroffen sind: search.yahoo.com, Microsoft Live und weitere. Alle tragen das Wort "search" im Domainnamen. Momentan ist noch unklar, ob die Regierung hinter der Umleitung steckt.

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Baidu statt Google
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Amerikanische Medien vermuten, dass die Ehrung des Dalai Lama durch US-Präsident Bush der Auslöser für die Sperrung ist. China hatte Amerika gewarnt, dass diese Ehrung die chinesisch-amerikanischen Beziehungen schwer belasten würde. Schon im Jahr 2002 verwendete Chinas Regierung eine ähnliche Umleitung, um Google abzustrafen.
Schon damals war Baidu der Begünstigte der Umleitung. So steckt möglicherweise ein politischer Grund hinter der Aktion. In China läuft der gesamte Internetverkehr durch eine Art staatliche Firewall. Die Domain Name Server, die den Webadressen einen Server zuordnen, sind in staatlicher Hand, so wäre es für die Regierung ein Leichtes, Webseiten umzuleiten.
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Wäre es den Chinesen eigentlich nicht möglich google trotzdem irgendwie über einen Proxy zu erreichen oder nicht ?
In letzter Zeit verlieren die Chinesen wirklich jedes Gefühl für Meinungsfreiheit..
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