Mit iPod-Unterstützung gegen iTunes
Winamp 5.5 startet neuen Angriff auf iTunes & Co.
Axel Hahne
Mit iPod-Unterstützung gegen iTunes
Winamp 5.5 wirbt damit, viele verschiedene Portable Media Player mit Musik, Videos und Fotos befüllen zu können. Dazu werden seit Version 5.2 Plugins eingesetzt, die speziell an bestimmte Geräte angepasst sind. Standardmäßig liefert Winamp entsprechende Plugins für Apples iPod-Serie, Player aus dem Hause Creative und Geräte, die das Microsoft-Zertifikat "PlaysForSure" tragen, mit; weitere können nachinstalliert werden. Mit der iPod-Unterstützung soll Winamp iTunes überflüssig machen, da normalerweise iTunes zur Synchronisation des iPods benötigt wird. Bisher hat das auch gut funktioniert. Erstmals können bei den bisherigen iPods sogar Album-Cover übertragen und angezeigt werden.
Bei den iPods der neuesten Generation hat Apple jedoch das Datenbank-System geändert, sodass für diese Geräte neue Lösungen gefunden werden müssen. Das aktuelle iPod-Plugin ml_iPod unterstützt den neuen iPod classic und den iPod nano 3G inzwischen teilweise. Probleme bereiten die Artwork-Anzeige und der Foto-Upload. An Lösungen wird laut Entwicklern aber fleißig gearbeitet. Der iPod touch und das iPhone werden allerdings gar nicht unterstützt, und werden es vielleicht auch in Zukunft nicht, da diese Geräte unter Windows keinen Disk-Modus haben. Dieser ist nämlich Voraussetzung, um auf sie zugreifen zu können.
Musiksammlung in den Urlaub streamen
Mit Winamp Remote ist es möglich, von überall auf der Welt übers Web auf die heimische Musik- und Video-Sammlung zu zugreifen - oder einfach nur aus einem anderen Zimmer. Die Fernsteuerung erfolgt über eine AJAX-basierte Weboberfläche. Weil dazu keine spezielles Zusatzprogramm nötig ist, funktioniert der Zugriff sogar von modernen Spielekonsolen wie dem Wii, der Playstation 3 oder der Xbox 360 und verschiedenen mobilen Geräten, die über einen Browser verfügen. Winamp Remote basiert auf dem freien Remote-Desktop-Dienst Orb, befindet sich jedoch noch in der Beta-Phase. Zur Nutzung ist es allerdings notwendig, einen kostenlosen Winamp Remote-Account bei AOL zu erstellen. Außerdem muss der Streaming-Server, auf dem sich die Medien und Winamp selbst befinden, in Betrieb und mit dem Internet verbunden sein. Mehr zu Winamp Remote finden Sie auch in diesem Netzwelt-Artikel.
Und sonst?
Die Funktion "more like this" erstellt dynamisch Musikempfehlungen basierend auf dem gerade abgespielten Song. Sie werden in einer automatischen Playlist aufgeführt. Neu ist auch die Unterstützung für MP3 Surround. Damit können MP3-Dateien, wenn diese bestimmte Zusatzinformationen enthalten, räumlich wiedergegeben werden, ohne die Kompatiblität zu herkömmlichen MP3-Playern zu verlieren. Außerdem wurde das Podcast-Verzeichnis aktualisiert und erweitert. Zugegriffen wird darauf über die Medienbibliothek, in der eine ganze Reihe werbefinanzierter Online-Diensten von Nullsoft und AOL integriert sind.
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