Revolution: Apple iPod Touch im Test
Musikverwalten
Im Kern ist und bleibt der iPod ein MP3-Player, auch wenn die zahlreichen Zusatzfunktionen wie Video und Browser dem ursprünglichen Einsatzzweck förmlich das Wasser abgraben. Ein kurzer Fingerdruck auf das Musik-Symbol am unteren Ende des Bildschirmes öffnet den Musik-Player. Die gespeicherte Musik lässt sich nach verschiedenen Kriterien ordnen: Die Einträge "Listen", "Interpreten", "Titel", "Alben" und "Weitere" erscheinen auf dem Bildschirm. Unter "Listen" finden sich die aus früheren iPod-Generationen bekannten Einträge wie "Meine Top 25", "Zuletzt gespielt" oder "Einkäufe". Die Einträge jeder Liste lassen sich in zufälliger Reihenfolge abspielen.
Nahezu perfekt wurde das Blättern durch lange Einträge, etwa aller gespeicherten Titel, gelöst. Die einzelnen Lieder werden alphabetisch geordnet und mit dem Daumen durchblättert. Auf der rechten Seite befindet sich zusätzlich eine Buchstabenleiste die perfekt zur Schnellwahl geeignet ist.
Das Menü bietet verschiedene Möglichkeiten der Sortierung.
Wiedergabelisten können vom Nutzer selbst angelegt und verwaltet werden. Zwar lassen sich Videos direkt vom iPod selbst löschen, bei Musikdateien funktioniert dies hingegen nicht. Wird der iPod bei laufender Wiedergabe in den Ruhezustand versetzt, setzt das zuvor unterbrochene Stück an der gleichen Stelle wieder ein (Resume). Wird der Apple-Player allerdings über einen längeren Druck auf die Powertaste in den Tiefschlaf geschickt, funktioniert dies nicht. Besonders ärgerlich für Hörbuchfreunde: Auch die Möglichkeit, dauerhafte Lesezeichen zu setzen (Bookmark), haben wir bei unserem Testmodell vermisst.
Klangqualität
Trotz des schönen Scheins: Auch dieser iPod klingt für die breite Masse ausgewogen; audiophil veranlagte Hörer kommen aber nicht auf ihre Kosten. Der iPod Touch lässt jede manuelle Einstellmöglichkeit des Klangs vermissen und bietet stattdessen 22 bereits voreingestellte Equalizer-Presets. Diese tragen nur bedingt für ein angenehmes Hörerlebnis bei, manche der Einstellungen sind schlichtweg unbrauchbar. Das beste Ergebnis erzielt man, wenn sämtliche Presets unangetastet bleiben.
Auch Effektprogramme, wie sie zahlreiche andere MP3-Player längst bieten, stehen nicht auf der Ausstattungsliste. Es ist so, wie es immer ist: die perfekte Optik, die geniale Steuerung und das gesamte Apple-Universum lassen Schwächen im Klang, hauptsächlich bei der schwachen Basswiedergabe, verzeihen. Darüber sollte man sich vor dem Kauf klar sein. Wenn der direkte Vergleich fehlt, werden die allermeisten Käufer am Klang aber nichts auszusetzen haben.






