Mehr Festplattenkapazität durch deutsche Erfindung
Deutscher Forscher gewinnt Nobelpreis für Physik
Festplatten
Der deutsche Forscher Peter Grünberg erhält den Nobelpreis für Physik. Der Wissenschaftler hatte Ende der Achtziger einen physikalischen Effekt entdeckt, mit dessen Hilfe beispielsweise die heutigen Festplatten ihre hohe Kapazität erreichen. Ein kleines Stück Nobelpreis findet sich also in jedem modernen Rechner. Grünberg vom Forschungszentrum in Jülich teilt sich den Nobelpreis mit einem französischen Kollegen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte die Forschungsarbeit: "Peter Grünberg hat Innovationen angestoßen, die im Alltag genutzt werden und damit Arbeitsplätze geschaffen." In seiner ersten Reaktion zeigte sich der Deutsche überrascht "Ich war überwältigt", so Grünberg. "Zum Teil haben wir es schon ein bisschen erwartet", gestand er aber gleich darauf. "Aber immerhin nicht ganz erwartet, sonst hätte ich einen Schlips angezogen."

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Moderne Schreib-/Leseköpfe dank Grünbergs Entdeckung
Grünberg und der Franzose Albert Fert aus Paris hatten 1988 beide unabhängig voneinander den "Riesenmagnetwiderstand", kurz GMR, entdeckt. Dieser Effekt entsteht, wenn magnetische Schichten durch hauchdünne nichtmagnetische Schichten getrennt sind. Diese Bauweise reagiert sehr empfindlich auf Magnetfelder und verändert dann ihren elektrischen Widerstand.
Dank dieser Entwicklung konnten Leseköpfe für Festplatten gebaut werden, die wesentlich empfindlicher sind als herkömmliche Modelle. Damit konnte die Kapazität von magnetischen Speichermedien deutlich erhöht werden, da die neuen Köpfe auch auf schwache magnetische Impulse reagieren. Grünberg erkannte das wirtschaftliche Potenzial seiner Entdeckung und meldete sie im gleichen Jahr noch zum Patent an
1997 kam vom Herstelller IBM die erste Festplatte auf den Markt, die auf der GMR-Technik basierte. Heutzutage nutzen Festplatten, Videorekorder oder MP3-Player das Patent Grünbergs. Die Erfindung verbesserte nicht nur die Kapazität der Magnetspeicher, sondern förderte auch die Miniaturisierung. So sind Mini-Festplatten wie im iPod und Co. nur durch Grünberg und seine Entwicklung möglich.
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interessant wäre mal zu wissen, wieviel der Herr Grünberg dadurch heute verdient! ^^ :eek:
Der Preis ist mit 10 Mio. Schwedischen Kronen dotiert. Das sind ungefähr 1.000.000 €. Bei weitem ist es aber nicht das Preisgeld, dass diesen Preis so legendär macht. Gewinner des Nobelpreises werden sozusagen in den Olymp der Naturwissenschaften erhoben. Das ist für Forscher viel mehr als das Geld wert. Abgesehen davon glaube ich, dass der Herr Ertl schon durch seine Tätigkeiten nicht grade arm ist. Aber darum geht es diesen Menschen meistens nicht.
Coop
meinte auch weniger das preisgeld! Eher das geld, welches er durch das angemeldete patent erhalten hat! wenn man sich überlegt, dass in nahezu jedem rechner eine solche festplatte steckt :eek:
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