Bildformate in der Übersicht

Wegweiser im Format-Dschungel - 4:3, 16:9, CinemaScope

Wegweiser im Format-Dschungel - 4:3, 16:9, CinemaScope Da steht er, der prächtige Fernseher mit großem Bildschirm und natürlich in zeitgemäßem 16:9-Bildformat. Aber was ist das? Trotz des Breitbildes ständig schwarze Balken! Willkommen in der wunderbaren Welt der Bildformate. Netzwelt zeigt, welche Formate es gibt und was sie voneinander unterscheidet.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Seitenverhältnis im Wandel der Zeit
  2. 2Eingerahmt: 4:3 auf dem 16:9-TV
  3. 3Breitbild ist nicht gleich Breitbild
  4. 4Verzerrtes Kino mit CinemaScope

Schwarze Balken sind eine der übelsten Nervensägen beim Heimkino. Denn was nützt ein großer Fernseher, wenn durch das falsche Bildformat ein guter Teil der kostbaren Bildfläche für lästige schwarze Balken verschwendet wird? Leider ist man auch mit einem 16:9-Fernseher nicht immer auf der sicheren Seite.

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Seitenverhältnis im Wandel der Zeit

Im Laufe der Jahrzehnte hat es viele verschiedene Kinoformate gegeben. Anfangs war es 4:3 wie beim Fernseher, dann wurden die Leinwände immer breiter. In der Welt des Kinos wird die Bildschirmbreite anders angegeben. 4:3 entspricht hier 1,33:1, aus 16:9 wird 1,78:1. Analoge Projektoren und Leinwände sind weit flexibler als eine Fernsehnorm und TV-Bauart es je sein könnte. Deshalb veränderte sich das Bildformat im Kino häufig, während Fernsehzuschauer lange Jahre an ihre 4:3-Geräte gebunden waren.

4:3

Klassisches 4:3-Format ist so gut wie out.

Diese Zeiten änderten sich Anfang der Neunzigerjahre. Denn ab da begannen die TV-Sender und Hersteller nach und nach, das neue Bildformat anzupreisen: 16:9 oder eben 1,78:1. Heute sind mehr als ein Viertel aller TV-Geräte solche Breitbildfernseher. Flachbildfernseher sind nur noch als 16:9-Geräte zu haben. Doch der Kinotraum hat einen Haken.

16:9

16:9 ist der Formatkompromiss für das Fernsehen.

Das Kino schert sich nicht um Fernsehnormen. 16:9 wurde nicht ausgewählt, weil es auch der Kinostandard wäre, sondern lediglich weil es einen Kompromiss darstellt. Denn im Kino ist 16:9 noch die geringste Breite. Dort sind eher Formate wie 2,35:1 üblich, die noch deutlich breiter als 16:9 sind.

2,35:1

2,35:1 ist ein echtes Kinoformat.

Wird nun ein solcher Film auch im Fernsehen als sehr breites 2,35:1 ausgestrahlt, zeigt auch der 16:9-Fernseher schwarze Balken oben und unten. Auf herkömmlichen 4:3-Fernsehern ist nun fast das halbe Bild schwarz. Besonders ärgerlich für Breitbildbesitzer: Der Großteil der Sendungen im TV wird noch als klassisches 4:3 ausgestrahlt. Dort hat der 16:9-Fernseher mehrere Möglichkeiten das Bild anzuzeigen.

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