Warum Nutzer den IPTV-Client noch nicht gut finden können

Joost: Schicke Schale, leerer Kern

Joost - ein Begriff, der lange Zeit für Begeisterung im Netz sorgte. Wie Fensehen sollte es werden, nur besser, weil am Computer nutzbar und für ebendiesen gemacht. Doch hinter der modernen Fassade aus Widgets und P2P-Technologie sieht es auch zur öffentlichen Beta recht leer aus. Fällt die TV-Revolution ins Wasser?

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Messenger - Auch Instant Messenger und Mail-Accounts sollen sich in Joost einbetten lassen.
Auch Instant Messenger und Mail-Accounts sollen sich in Joost einbetten lassen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ein Füllhorn voller Füller
  2. 2Der erste Schritt, der schwerste Schritt
  3. 3Ein Knaller wäre der Zünder

Der IPTV-Client Joost hat vor kurzem die Beta-Schallmauer durchbrochen und steht jetzt für jeden interessierten Nutzer zum kostenlosen Download bereit. Vorbei also die Zeiten viralen Marketings, als einem Geheimbund gleich Einladungen verteilt werden mussten. Und jetzt, wo jeder kann, der will, sollte doch auch jeder mögen, der kann - oder gibt es einen Haken?

Den gibt es in der Tat: Zwar wurde Joost kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert, auch jetzt ist es schließlich noch ein gutes Stück Arbeit bis zur Veröffentlichung der finalen Version. Doch Fans wie Kritiker sind sich schon nach kurzer Analyse des Internetfernsehers einig: Zwischen der optisch ansprechenden Benutzeroberfläche und den angebotenen Inhalten herrscht ein enormes Qualitäts-Gefälle.

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Joost
IPTV-Client Joost: Außen hui, innen pfui.

Ein Füllhorn voller Füller

Kurze Zusammenfassung: Subventionen jenseits der 50 Millionen Dollar, geführt vom Gespann der Skype- und Kazaa-Gründer Janus Friis und Niklas Zennström, fortschrittliche P2P-Struktur zur serverschonenden Verbreitung der Inhalte, das Ganze auch noch als werbefinanzierte Freeware konzipiert - Joost sollte eigentlich ein Selbstläufer sein. Zu erdrückend erscheinen die Vorteile, die das Konzept gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen besitzt.

Jeder Nutzer, der auch so denkt und den Client auf seinem Computer installiert, wird schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Was er vorgesetzt bekommt, sind alte Science-Fiction-Serien, Extremsportarten mit YouTube-Charme und eine Menge von MTV gelieferte Videos zu Bands und Künstlern. Vollkommen logisch, dass nicht nur erstklassiger Inhalt geboten werden kann. Doch der Eindruck drängt sich auf, dass Joost fast nur Füllmaterial aquiriert hat.

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