skyDSL: DSL-Alternative für Landeier vor dem Aus

Zwei-Wege-Zugang im Trend

Ein eigener Satellit soll zusätzliche Kapazitäten in den nächsten Jahren zur Verfügung stellen und damit der erwarteten Nachfrage entsprechen. Vor allem in den Regionen, in denen keine Breitbandversorgung geplant ist, will Teles möglichst viele Kunden an sich binden. Ende September war bereits die Einstellung des Geschäftsbereiches zum Jahresende angekündigt worden. Aber nur wenige Stunden später übte sich das Unternehmen in der Rolle rückwärts und hat ein weiteres Mal Kämpfergeist bewiesen, um das Prestigeobjekt doch nicht sang- und klanglos zu beerdigen. Bereits vor einem Jahr hatte man sich dazu durchgerungen, dem Projekt noch eine Galgenfrist einzuräumen.

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Finanzspritze von Eutelsat

Nach Worten von Teles skyDSL-Geschäftsführer Andreas Krüger soll der Dienst voraussichtlich ab 1. Januar in einer neuen Gesellschafterstruktur angeboten werden. "Gespräche mit in Frage kommenden Partnern werden bereits seit einiger Zeit geführt. Für skyDSL-Partner und -Kunden soll es voraussichtlich keine wesentlichen Veränderungen geben. Der langjährige Partner Eutelsat hat bereits signalisiert, die Kooperation mit skyDSL fortzuführen und sogar zu intensivieren", sagte Krüger am Montag auf Anfrage von netzwelt.

Der Satellitenbetreiber könnte mit Investitionen maßgeblich zur erneuten Rettung von skyDSL beitragen. Aber wird es nicht vielmehr eine neuerliche Geldvernichtungsmaschine? "Wir haben in den letzten Monaten nicht nur sehr viel Zuspruch für die neuen Flatrate-Tarife erhalten, sondern konnten außerdem mit dem Verkauf der neuen Hardware, der skyDSL BOX, starten. Der Start verlief hier außerordentlich positiv. Wie geplant werden wir noch vor Ende des Jahres unseren Dienst erweitern und dann auch Zwei-Wege-Satelliteninternet anbieten", zeigt sich Teles selbstbewusst. Ob die ambitionierten Pläne diesmal von Erfolg gekrönt sind, darf allerdings stark bezweifelt werden.

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