StealthNet: P2P-Client mit Schutzmaske

Dezentral, aber nicht serverlos

Wird in StealthNet jetzt eine Suchanfrage gestartet, erhalten zuerst die benachbarten Knotenpunkte diese Anfrage und kontrollieren, ob sie passende Inhalte besitzen - diese werden daraufhin dem Suchenden als Ergebnisliste mitgeteilt. Die Nachbarn senden die Anfrage daraufhin wiederum zu ihren Nachbarn; dieser Vorgang wird nach einigen Intervallen beendet, sorgt aber für eine gute Abdeckung des Netzes bei einer Suche.

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Durch dieses Prinzip unterscheidet sich StealthNet und das RShare-Netzwerk von den gängigen Systemen: P2P-Netze mit zentralen Servern haben das Risiko, dass die Stelle, welche die IP-Adressen eines Teilnehmers kennt, auch dessen Daten mitlesen kann. Steht ein solcher Server unter Beobachtung, kann so relativ einfach die Identität eines Filesharers mit den getauschten Daten in Verbindung gebracht werden.

Der Ansatz von BitTorrent und Konsorten, auf einen zentralen Server zu verzichten, erscheint daher auf den ersten Blick als gute Idee. Hier stehen jetzt allerdings die Teilnehmer permanent in direktem Kontakt zueinander und kommunizieren über die IP-Adressen. Ein anderer Nutzer kann also anhand der aufgenommenen Verbindungen schnell protokollieren, wer sich am Up- oder Download einer Datei beteiligt hat.

Diesen beiden Strukturen hat StealthNet einiges voraus; zusätzlich läuft die Kommunikation der einzelnen Knoten ausschließlich über eine Verschlüsselung mit dem Advanced Encryption Standard (AES) im Public-Key-Verfahren. So können weder Externe noch Teilnehmer des Netzwerkes im Klartext mitlesen, welche Suchanfragen zu welchen Datentransfers führen.

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