Schon im kommenden Jahr neuer Standard
DVB-T2: Das Überallfernsehen geht neue Wege
Kaum hat sich das Überallfernsehen DVB-T nach gerade zehn Jahren halbwegs etabliert, droht schon wieder das Altenteil. DVB-T2 heißt das Zauberwort für den designierten Nachfolger, der schon im nächsten Jahr seine Premiere in Baden-Württemberg feiern soll. Durch eine höhere Datenkompression sollen mehr Sendeplätze zur Verfügung stehen. Der Zuschauer muss sich für DVB-T2 neue Hardware anschaffen und wird damit mal wieder zur Kasse gebeten.

Inhaltsverzeichnis
- 1Privatsender für das Saarland
- 2MPEG4 statt MPEG2
- 3Technik-Schrott
- 4Gescheiterte Projekte
- 5RTL plant Testbetrieb
- 6Radio-Träume
- 7Überall-Fernsehen für jedermann
Die genauen technischen Spezifikationen sind noch in der Diskussion und sollen vom weltweiten DVB-Konsortium, genannt DVB Steering Board, erst im nächsten Frühjahr festgelegt werden. Aber schon jetzt sorgt der Nachfolger von DVB-T für heiße Diskussionen. Eine Verbesserung der Signalqualität, kürzere Umschaltzeiten beim beliebten Programm-Zapping und eine Kostensenkung für die Programmveranstalter gehören nach den derzeitigen Planungen zu den wichtigen Vorteilen von DVB-T2.
Dass sich die kommerziellen TV-Sender schon seit vielen Jahren nicht mehr am digitalen terrestrischen Fernsehen beteiligen, sorgt bei den Landesmedienanstalten und den Zuschauern für betretene Mienen. Das schlagkräftige Argument: Zu hohe Kosten und Aufwand für zu wenig Zuschauer. Nur in einigen Ballungsgebieten, darunter Berlin-Brandenburg, Köln/Bonn, dem Ruhrgebiet, den Großräumen Hamburg sowie Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bayern konnte sich das Überfallfernsehen attraktiv genug verkaufen, um auch die Führungsetagen der Privatsender nachhaltig zu begeistern.
Damit besteht die bis Ende kommenden Jahres angestrebte flächendeckende Versorgung mit DVB-T-Programmen als Synonym für die öffentlich-rechtlichen Programme. In der Regel sind lediglich acht Programme aus dem ARD-Verbund sowie neuerdings fünf Sender im Paket ZDFvision verfügbar und reichen vielen Antennenguckern nicht wirklich aus.
Wie netzwelt bereits berichtete, hatte der ZDFinfokanal erst Ende August aus Anlass der Internationalen Funkausstellung seine digitale terrestrische Verbreitung an Stelle des MHP-Digitextes eingenommen. Einig sind sich die Digitalstrategen unterdessen in dem Punkt, dass etwa zehn Prozent der Bevölkerung aus logistischen Gründen auch langfristig nicht mit digitalen Signalen versorgt werden können.
Privatsender für das Saarland
Erstmals nach langer Unterbrechung haben sich drei Privatsender um Sendeplätze für das im Dezember diesen Jahres startende DVB-T Projekt im Saarland beworben und in diesen Tagen den offiziellen Zuschlag von der Landesmedienanstalt Saarland erhalten. Der Lokalsender Saar TV, der Spielfilm- und Serienkanal Tele 5 und der Shoppingsender QVC sind mit von der Partie, aber die großen Privatsenderfamilien ProSiebenSat.1 und RTL Group haben einmal mehr kein Interesse an einer Mitwirkung.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 6 Beiträge
Hallo sleinad, nein, du benötigst nur einen Empfänger/Receiver und entsprechende Software (falls du DVB-T auf dem PC schauen möchtest). Viele Fernseher haben einen DVB-T Receiver...
Ich habe da mal eine Frage zu dvb-t, muß ich im Internet sein wenn ich dvb-t sehen will.Wer kann mir eine Antwort schreiben
Zitat: Dass die bisher noch MPEG2 benutzen, ist ja auch total lachhaft. :-) Das ist wieder einmal staatlich unterstützter Murks, den kaum ein Mensch braucht und will. ...
DVB-T ist so altbacken, das interessierte noch nicht einmal meine Eltern, die fast nur ÖR schauen. Aber halt nur FAST. SAT1 und RTL sind absolut zwingend, wenn DVB-T wenigstens für die ältere Generation 70+ eine...
Zitat: ist doch schön. Ob so oder so, TEchnik veraltet. und geht Kaputt. Warum sollte man den gleichen Schrott im handel neu Kaufen. dann Lohnt sich...