Neue Generation von LED
LED-Licht: Auf der Suche nach dem Weiß
Elektrisches Licht ist einer der größten Stromfresser im Haushalt. 20 Prozent des weltweiten Stromverbauchs gehen auf die Kappe des Lichts. Der Einsatz von LED verbraucht hingegen kaum Strom. Der Nachteil: Die bisherigen LED-Lampen machen kein angenehmes Licht und sind damit noch kein echter Ersatz. Das soll sich nun ändern.

Die Versprechen vom stromsparenden LED-Licht sind heute schon groß, die Realität konnte jedoch kaum mithalten. LED sind als Leuchtmittel für zu Hause noch nicht ausgereift. Sie leuchten sehr gebündelt wie ein Spotlicht und geben ein sehr künstlich und unangenehm wirkendes, kaltes Licht ab, mit dem keine Wohlfühlstimmung aufkommen will.
Wenn es nach den beiden indischen Forschern D. D. Sarma and Angshuman Nag geht, gehört dies bald der Vergangenheit an. Das Geheimnis liegt im Phosphor. Durch Zugabe von Phosphor lässt sich die Wellenlänge und damit die Farbe des Lichts verändern. Sarma und Nag suchen nach dem perfekten weißen Licht und experimentieren mit Phosphor auf Nanokristall-Basis. Die LED sollen natürlich wirken wie das Sonnenlicht.
Laut ihrem Bericht im "Journal of Physical Chemistry" stehen die beiden Inder noch am Anfang ihrer Forschung. Prototypen gibt es bislang noch nicht, die ersten Versuche sind jedoch vielversprechend. Um die Technik serienreif zu machen, müssten die Effizienz und die Helligkeit noch weiter gesteigert werden, schreiben die Wissenschaftler. Sollte die Technik eines Tages in die Produktion gehen, könnte sie der traditionellen Glühbirne den Rang ablaufen.
