Neue Konkurrenz für Digg & Co.
Soziale News zwischen Boom und Scheitern
Internet & Netzwelt
Kopieren zahlt sich nicht immer aus: AOLs soziales News-Portal Netscape.com musste in den vergangenen Tagen einer klassischen Startseite weichen. Beim Netscape-Vorbild Digg setzt man dagegen weiter auf Expansion - und die Konkurrenz schläft ebenfalls nicht.
Als AOL Mitte letzten Jahres sein News-Portal Netscape.com einweihte, hatte der Konzern ambitionierte Pläne. Netscape wollte das Modell einer sozialen News-Website mit einer professionellen Redaktion verbinden, die Meldungen nachrecherchieren und Trends um zusätzliches Material ergänzen sollte.
Doch an Stelle des damals beschworenen Meta-Journalismus standen bei Netscape lange Zeit heftige Konflikte im Mittelpunkt. Digg-Fans warfen der Plattform vor, von ihrer Lieblings-Website geklaut zu haben. Netscapes Stammnutzer konnten sich dagegen nie so recht an das Abstimmen über Nachrichten gewöhnen. Noch Monate später hagelte es Dutzende von Beschwerden über Amateur-Inhalte und fehlende Strukturen.
In den letzten Tagen zog AOL schließlich Konsequenzen aus dem gescheiterten Experiment. Unter Netscape.com findet sich seitdem wieder eine typische Portal-Startseite mit Meldungen von Nachrichtenagenturen und Links zu zahllosen weiteren AOL-Sites. Die soziale Netscape-Version wurde indes auf die Domain Propeller.com verbannt.
Neue Features bei Digg.com
Digg.com hat dagegen seinen Service in diesen Tagen weiter ausgebaut. Nutzer besitzen nun erweiterte Profile, die in Ansätzen bereits an soziale Netzwerke wie Myspace oder Friendster erinnern. So ist es Nutzern zum Beispiel möglich, eigene Fotos hochzuladen und diese von Freunden kommentieren zu lassen.
Jetzt sind Sie dran.
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